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Fluoride

Auf der langen Suche des Menschen nach irgendetwas, was er zusätzlich trinken, schlucken oder einnehmen kann, was ihn dann von seinen Krankheiten heilt, ohne dass er seine Gewohnheiten zu ändern braucht, ist er fündig geworden. Und zwar ist der Wunderstoff diesmal das Fluor.
Etwas zusätzlich einzunehmen ist immer gut. Ich meine, auf etwas verzichten zu müssen, das ist schwer, aber etwas zusätzlich einnehmen, das ist prima.
Und es ist auch gut, dass es das Fluorid gibt, denn wenn es das nicht geben würde, hätte keiner über 30 in den Industrieländern mehr Zähne.
Oder aber genau dieselben Zähne wie mit den Fluoriden oder bessere.
Man weiß es nicht so genau, aber du kannst schwer etwas dagegen sagen, wenn dir die Zahnmedizin sagt, ohne Fluorid hättest du schlechtere Zähne. Es wird ja jeder fluoridiert.
Da kann die Medizin das natürlich immer sagen und das tut sie ja auch.

Wenn du irgendwann keine Zähne mehr hast, kannst du dir dann ja sagen, dass du ohne Fluoride schon 3 Jahre vorher keine Zähne mehr gehabt hättest. Das ist doch was.
Allerdings kannst du natürlich genauso wenig dagegen sagen, wenn dir ein Fluorid-Gegner sagt, wie ich es jetzt tue, ohne Fluoride hättest du aber bessere Zähne.

Die Schulmedizin ist in der glücklichen Lage, keine Argumente mehr bringen zu müssen, außer, dass es welche gibt, wir sie aber nicht verstehen. Irgendwas wird irgendwie in die Zähne eingebaut, man kann es messen und das reicht dann aus.

Ein bisschen erinnert mich die Fluorid-Geschichte an das Mittelalter, als versucht wurde, aus Blei Gold zu machen. Im Mittelalter gab es nur den Nachteil, dass jeder sehen konnte, dass aus Blei nicht Gold wurde. Aber die Chemiker haben daraus gelernt. Beim Fluor kann jetzt keiner mehr sehen, was tatsächlich passiert, man ist nun auf ihre Aussage angewiesen. Der König muss also nur die Augen zu machen und daran glauben, dass aus seinem Blei Gold wurde und schon ist alles in Ordnung und Blei ist Gold.
Und das Ganze funktioniert beim Fluor sogar sehr erfolgreich, denn obwohl die Menschen trotz Fluoriden natürlich weiter Karies bekommen, glauben sie daran, dass Fluoride ihnen geholfen haben, Karies zu verhüten und sie nehmen sie fleißig weiter.

Ich meine, Fluoride haben schon sehr geholfen bei der Kariesbekämpfung. Es leiden ja auch nur noch 98% aller Menschen an Karies. Würde es die Fluoride nicht geben, wären es bestimmt doppelt so viele Menschen, die unter Karies leiden würden.

Leider hat Fluor die dumme Angewohnheit, dass es eigentlich hochgiftig ist und dem Menschen darum nur in einem beschränkten Maße zugeführt werden kann. Das ist sehr ärgerlich für die Industrie. Schränkt dies doch ihren Absatzmarkt ganz erheblich ein.

Sehen wir und einmal an, was Fluoride uns Gutes tun.

Fluoride wirken 3-fach:
♦ Sie fördern die Mineraleinlagerung in die Zähne.
♦ Sie verringern die Säurelöslichkeit des Zahnschmelzes.
♦ Sie hemmen den bakteriellen Stoffwechsel im Zahnbelag.

Gerade in der Weihnachtszeit sollten die Zähne durch Verwendung von fluoridiertem Jodsalz und entsprechender Zahnpasta geschützt werden. Durch den höheren Verzehr von Süßigkeiten nehme sonst besonders bei Kindern das Kariesrisiko stark zu, warnt die Informationsstelle für Kariesprophylaxe in Groß-Gerau (Hessen). Fluoride stärken den Angaben zufolge den Zahnschmelz und schützen vor den schädlichen Säuren, die Löcher im Zahn verursachen. Außerdem könnten sie angegriffenen Zahnschmelz durch eine schnellere Einlagerung von Kalzium und Phosphaten wieder reparieren. Speisen sollten daher generell mit fluoridiertem Salz gewürzt werden, so die Experten. Zusätzlich sollten die Zähne mindestens zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden.
(netdoktor.de)

Fluor blockiert die Säurebildung aus Zucker und Kohlehydraten.
Fluor tötet Bakterien ab.
Fluor härtet den Schmelz und schützt ihn vor Auflösung.
Fluor regt die Speichelproduktion an.
(Calamini, S:57)


Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen damit die Zähne gegen die schädlichen Säuren im Mund.
Fluoride reparieren (reminerialisieren) die entminieralisierte Zahnoberfläche und hemmen die Vermehrung der Plaquebakterien.
(Tacha, S: 37)


Also, Fluorid härtet die Zähne. Und es ist ja auch klar, dass die Zähne härter sein sollen, als von der Natur vorgesehen. Unsere Ärzte sind angetreten, den ganzen Körper zu verbessern und zu ersetzen, da müssen dann natürlich auch die Zähne härter gemacht werden.
Und Fluorid tötet Bakterien ab. Das ist gut. Allerdings gibt es auch gute Bakterien. Aber selbstverständlich tötet Fluorid nur die "bösen" Bakterien ab, die "netten" lässt es leben.
Das Fluorid weiß eben Bescheid.

Es gibt ein paar Hundert Millionen bis Milliarden Bakterien im Mund, das Fluorid kennt sie alle.

Das Einzige, was nicht mitspielt bei der ganzen schönen Theorie und den ganzen schönen Laborergebnissen und Computersimulationen, ist leider die Realität, wie wir es schon selber wissen und, wie wir es uns in den folgenden Fluoridkapiteln sehen werden.

"Das ist die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine hässliche Tatsache." (Thomas Henry Huxley)

2. Für das Leben unnötig, für die Zähne wirkungslos

Die Doktoren Maurer und Day reinigten alle Nahrungsmittel soweit, dass sie eine Nahrung erhielten, die nur noch etwa 0,007 ppm Fluorid aufwies, was extrem niedrig ist. Sie züchteten Ratten mit dieser Nahrung und doppelt-destilliertem Wasser über vier Generationen und verglichen sie mit Ratten, denen bei gleicher Nahrung aber noch 2ppm Fluorid in ihr Trinkwasser gegeben wurde. Die Doktoren Maurer und Day stellten fest:

Unter den extrem strengen Bedingungen bei dieser Untersuchung wurde kein irgendwie gearteter Einfluss von Fluorid auf das Wachstum und das Wohlbefinden der Ratten gefunden. Es gab noch nicht einmal irgendwelche feststellbare größere Schäden bei den Zähnen. Daher ist es gerechtfertigt, den Schluss zu ziehen, dass Fluor keinerlei Wert für die Ernährung oder eventuell bei der Erhaltung der Zahngesundheit haben könnte. (Yiamouyiannis, S:131)

Andere Forscher entwickelten eine Diät, die sogar noch weniger (0,005 ppm) Fluorid enthielt. Trotzdem waren sie nicht in der Lage, einen Unterschied in dem allgemeinen Gesundheitszustand der Ratten festzustellen.

Ein weiterer Versuch mit Mäusen stellte auch in der 6. Generation der Mäuse keinen Unterschied fest.

Das sind übrigens einmal Tierversuche, die ich gut finde. Den Mäusen das Fluorid aus der Nahrung zu entziehen. Das wird sie fürchterlich beeindruckt haben. Vielleicht haben sie die Mäuse danach auch noch mit Wattebällchen beworfen, um sie richtig zu bestrafen?
Das können sie meinetwegen mit allen Tieren machen.

Fazit ist jedenfalls: Fluorid ist kein notwendiger Lebensmittelbestandteil.
Bisher hat man auch noch nicht ein einziges Lebewesen mit Fluorid Mangel gefunden.

Ganz einfach gesagt: Fluorid ist ein Gift. Und sogar, obwohl einige notwendige Nahrungsbestandteile, wie Vitamin A und Kupfer in höheren Konzentrationen giftig sind, hat man weder Vitamin A noch Kupfer dazu benutzt, um Ratten, Schaben und Silberfische zu vernichten. Fluorid wird routinemäßig als Schädlingsbekämpfungsmittel sowohl gegen Nagetiere als auch gegen Insekten eingesetzt.
(Yiamouyiannis, S:138)

2.1 Fluoride bewirken nichts gegen Karies

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eines der am meisten fluoridierten Länder der Welt. Und sie haben eine der höchsten Zahnverfallsraten in der Welt.
In primitiven Bevölkerungsgruppen, bei denen das Trinkwasser nur unbedeutende Mengen an Fluorid erhält, gehen die Menschen hingegen ohne Zahnschäden durchs Leben.

In der Schweiz sieht es ähnlich aus:
"Vergleichende Untersuchungen zwischen Bürgern der Schweiz, wo seit Jahrzehnten bereits die Kochsalzfluoridierung durchgeführt wird und Bürgern anderer europäischer Länder ergaben den schlechtesten Zahnbefund just bei 35-44-jährigen Schweizern."

Doppelblindstudien haben bislang niemals einen statistisch signifikanten Vorteil von Fluorgaben erbringen können.
"Mehrere Feldstudien in den USA, in Kanada und Neuseeland haben ergeben, dass in Gegenden ohne Fluoridierung des Trinkwassers sogar weniger Karies auftrat. Insgesamt besteht eine höhere Korrelation zwischen Karieshäufigkeit und Gesellschaftsschicht." (http://www.fosar-bludorf.com/cfids/toxi.htm)

Die Doktoren Hardwick und Bunting untersuchten die Wirkungen von Fluorid beim Zahnverfall bei Ratten.
"Als sie 1971 ihr Ergebnis im Journal für zahnärztliche Untersuchungen veröffentlichten, sagten sie: "Unterschiede in der Anzahl der Schäden waren bei 1 oder 2 ppm (parts per million) Fluorid Beimischung nicht signifikant."
(Yiamouyiannis, S:143)


Genauso berichteten 1962 Dr. Sweeney und Mitarbeiter, dass Fluorid keinen Einfluss auf den Zahnverfall von Laboratoriums-Ratten hat. (Siehe Yiamouyiannis, S:143)

Die Doktoren Ockerse und de Jager verglichen die Zahnverfallraten von Affen, die eine Löcher hervorrufende Ernährung erhielten und denen 10 ppm Fluoride in ihr Trinkwasser gegeben worden waren, mit den Zahnverfallraten von Affen, die auch eine Löcher hervorrufende Ernährung bekamen, denen aber keine Fluoride ins Trinkwasser getan worden sind. Es gab keinen gravierenden Unterschied in der Anzahl der Zahnlöcher in den beiden Gruppen. (Siehe Yiamouyiannis, S:144)

Grand Rapids war die erste Stadt, von der berichtet wurde, dass sie fluoridiert wurde. Im Januar 1945 fing man dort an, dem Trinkwasser Fluorid beizufügen. Muskegon wurde als Kontrollstadt (nicht fluoridiert) ausgewählt. Die Untersuchung sollte ursprünglich 10 Jahre dauern. Fünf Jahre nach dem Beginn der Fluoridierung wurde beobachtet, dass die Zahnzerfallsrate im nicht fluoridierten Muskegon genau so zurückgegangen war, wie diejenige der künstlich fluoridierten Grand Rapids. [...] Danach wurde Muskegon als Kontrollstadt fallen gelassen und es wurde nur ein Bericht erstellt, dass die Zahnverfallsrate in Grand Rapids nach der Fluoridierung zurückgegangen war. (Yiamouyiannis, S:154)

Einige Jahre, nachdem die Untersuchung fertiggestellt worden war, verglich Dr. Glass vom zahnärztlichen Zentrum in Boston die Zahnverfallsraten von Kindern, die ihr ganzes Leben in fluoridierten Städten lebten mit den Zahnverfallsraten von Kindern, von denen die meisten nie in einer fluoridierten Gegend gelebt haben. Die Resultate zeigten, dass Fluorid einen Zahnverfall nicht vermindert. (Yiamouyiannis, S:154)

Dr. John Colquhoun, früherer Leiter des Gesundheitsamtes in Auckland, Neuseeland, führt aus:
"In den meisten Gesundheits-Bezirken war der Prozentsatz von Kindern im Alter von 12-13 Jahren, die frei von Karies waren, in den nicht fluoridierten Gebieten höher. [...]
Die Plombierungsrate von Dauerzähnen hatte oft keine Verbindung zu einer Fluoridierung. Zum Beispiel waren sie in der größten nicht fluoridierten Stadt, Christchurch, geringer, als in der größten fluoridierten Stadt Auckland. Mit anderen Worten, die Fluoridierung des Wassers war nicht mit irgendeiner eindeutigen Differenz der Zahngesundheit von Kindern verbunden." (Yiamouyiannis, S:157)


Die Hauptuntersuchung zur Fluoridierung in England, die vom britischen Gesundheitsministerium durchgeführt worden war, konnte ebenfalls keinen positiven Effekt des Fluorids auf die Zahnverfallsrate feststellen.

Fluorid reduziert nicht den Zahnverfall. Und es reduziert nicht die Kosten für den Zahnarzt. Zahlen von der Amerikanischen Zahnärzte-Vereinigung belegen dies. Von 1958 bis 1970 waren die Erhöhungen in den 10 am meisten fluoridierten und in den 10 am wenigsten fluoridierten Gebieten praktisch identisch. (Yiamouyiannis, S:162)

Die Praxis, in Ländern wie der Schweiz und den USA, zeigt, Fluoride haben keinen positiven Einfluss auf die Verhinderung des Zahnverfalls. Ebenso zeigen das alle hier zitierten Untersuchungen.

2.2 Fluoride, hoch dosiert, zerstören die Zähne.

Ganz anders sieht der Einfluss der Fluoride aus, wenn sie zu hoch dosiert werden. Oder natürlich, wenn sie normal dosiert werden, aber das Kind eben anfällig ist. Was bei den Millionen Kindern, die jedes Jahr automatisch fluoridiert werden, durchaus vorkommt. Nicht alle Menschen sind gleich, habe ich mal gehört.

Die Zähne weichen bei sehr hohen Fluoriddosen auf. Ich hatte im Internet den Bericht von einer Mutter gelesen, die ihrem Kind regelmäßig hoch dosierte Fluorid Tabletten gegeben hat und dessen Milchzähne jetzt reihenweise gezogen werden mussten. Dabei stand folgendes Statement:
"Fluorid hemmt die Karies NICHT, sondern führt durch eine Aufweichung des Zahnschmelzes (‚Fluoridschmelz') erst recht zu Karies."

Durch lange und intensive Fluor-Medikation kommt es häufig zu erheblichen und irreversiblen Schmelzdefekten.
Besonders die Zähne, die als Erstes im Körper des Kindes angelegt sind (die Backenzähne), sind durch die meist jahrelange "Therapie" mit Fluoriden besonders betroffen. So kommt es, dass immer wieder 10, 12, 13-jährigen Kindern ihre Backenzähne gezogen werden müssen, weil sie durch die kombinierte Wirkung von Fluoriden und Karies bereits zerstört sind.

Die gelblichen Verfärbungen der Backenzähne sind nicht die Folge von schlechtem Zähneputzen, sondern es ist weicher "Fluorschmelz".
Der ehemals harte Schmelz ist in diesem Bereich so weich, dass durch metallische Gegenstände, wie Essbesteck, richtige Furchen darin gezogen werden können.
Der Wunsch, mit Hilfe hoher und langanhaltender Fluorgaben die Zähne widerstandsfähiger zu machen, hat zum genauen Gegenteil geführt.
Zu bedenken bei allen Fluorschäden an den Zähnen ist: Sie sind der sichtbare Bereich des Skelettsystems. Wie viele Kinder aufgrund von Fluorgaben in späteren Jahren Knochenerkrankungen und Tumore entwickeln werden, wird sicher erst in 20 - 30 Jahren beantwortet werden können.
(http://www.homoeopathiker.de/Galerie/n/fluor.html)

In Kizilcaoern, einem kleinen Dorf in der Türkei, leiden alle Kinder ab sieben Jahren an bräunlichen Verfärbungen der Schneidezähne, ältere haben ein völlig braunes Gebiss, die Erwachsenen meist überhaupt keine Zähne mehr. Ein Zahnarzt ließ die Bewohner des Dorfes von Ärzten der Universität Eskisehir untersuchen. Das Ergebnis ist erschreckend. Ihre Knochen wuchern und zersplittern wie Glas, die Muskeln sind geschwächt, und bereits im dritten Lebensjahrzehnt sehen die Einwohner von Kizilcaoern aus wie Greise. Die Mediziner von Eskisehir vermuten eine chronische Fluorvergiftung: Das Wasser des Dorfes hat einen Fluoridgehalt von 5,4 Milligramm pro Liter, ein Wert, der nach Einschätzung westlicher Experten völlig unschädlich ist. Ein ganz ähnliches Phänomen wird aus Dörfern des Dharwar Bezirks in Indien berichtet. Auch hier wird ein hoher natürlicher Fluoridanteil im Trinkwasser gemessen. (Wendt, S:231)

Auf diese Dörfer und weitere Gebiete nimmt auch Dr. Yiamouyiannis in seinem Buch Bezug.
In Gegenden, in denen es aus natürlichen Gründen einen sehr hohen Fluoridgehalt im Trinkwasser gibt, haben die Menschen Knochen und Zahnschäden. Genauso weisen sie eine vorzeitige Verhärtung der Arterien auf und ihre Haut ist schon mit jungen Jahren rapide gealtert.

Dr. Weston Price berichtet über Gebiete in Nordafrika, in denen das Wasser einen ungewöhnlich hohen Gehalt an Fluor hat. Zwar sind es nur wenige millionstel Prozent, aber diese winzige Dosis genügt, um Knochen und Zähne zu schädigen. Auch die Zähne der Kamele, der Schafe, Ziegen und Pferde werden in diesen Gebieten so brüchig, dass sie schon bei geringer Beanspruchung brechen und die Tiere unfähig werden, ihr Futter zu kauen. (Haller, S:153)

Schwedische Experten ließen zwölf freiwillige Versuchspersonen zwanzig Milligramm Fluoride in einer Lösung schlucken. Alle hatten vor dem Test eine gesunde Magenschleimhaut. Zwei Stunden nach der Einnahme fanden die untersuchenden Ärzte bei elf Patienten mehr als zehn Blutungen.
(Wendt, S: 228)

3. Fluoride - Zellschäden und beschleunigte Hautalterung

Wir hatten im letzten Kapitel von Menschen gesprochen, deren Haut, Zähne und Knochen so gealtert waren, dass sie aussahen, wie weit über 50, aber erst Mitte 30 waren.

Natürlich passiert das nur in Gegenden, wo es einen sehr hohen Fluoridgehalt im Trinkwasser gibt. Das ist bei uns nicht der Fall und kommt, klarerweise, nicht vor.
Die Frage ist jedoch, werden die Knochen und die Haut erst bei einer hohen Fluorid-Einnahme geschädigt und davor passiert gar nichts, so dass wir bedenkenlos weiteres Fluorid in Form von Tabletten oder Salz zusätzlich zuführen können? Oder ist es nicht eher so, dass es eine langsame Veränderung gibt?

3.1 Fluoride und das Immunsystem

"Wenn Menschen altern, nimmt die Fähigkeit des Immunsystems ab, Unterschiede zwischen den Stoffen zu erkennen, die es angreifen sollte und zwischen Zellbestandteilen oder Zellprodukten des eigenen Körpers. Dies kann als Ergebnis zu einer "autoimmunen" allergischen Reaktion führen (Eine autoimmune Reaktion ist ein Prozess, in dem das Immunsystem beginnt, körpereigenes Gewebe anzugreifen und zu zerstören). In solchen Fällen ergeben sich klinisch beobachteten Beschwerden wie Hautausschläge, Magen- und Darmstörungen usw., so wie dies bei älteren Menschen üblicherweise gang und gäbe ist." (Yiamouyiannis, S:39)

Ähnliches schreibt auch der Altersforscher Roy Walford:

Das Immunsystem wehrt sich gegen Fremdes, indem es Armeen von Antikörpern und Killerlymphozyten ins Gefecht schickt. Obwohl es "Eigenes" nicht angreifen soll, wird die Unterscheidungsfähigkeit zwischen "Eigenem" und "Fremden" mit zunehmendem Alter unschärfer und das Alter ist somit durch autoaggressive Reaktionen gekennzeichnet. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Fähigkeit, Eindringlinge zu bekämpfen und mit giftigen Stoffen fertig zu werden, gegenüber den besten Werten in der Jugend um 10 bis 20 Prozent ab. (Walford, S:123)

Fluorid kann das Immunsystem ebenso dazu veranlassen, das eigene Körpergewebe anzugreifen. In Untersuchungen verschiedener Wissenschaftler wurde herausgefunden, dass Fluorid die Formen der Proteine im Körper verändert (siehe Yiamouyiannis, S:40). Durch diese Veränderung der Bauformen der körpereigenen Proteine wird das Immunsystem, genauso wie bei alten Menschen, veranlasst, die körpereigenen Proteine anzugreifen, woraus sich die oben aufgeführten autoimmunen oder auch allergischen Reaktionen ergeben können.

3.2 Fluoride und Blut

Im Blut wirken Fluoride auf drei Arten:
(1) Durch Fluoride wird das Immunsystem geschwächt. Schon die sehr geringe Fluorid Konzentration von 0,1 ppm (parts per million) bewirkt, dass die Bewegungsgeschwindigkeit der weißen Blutkörperchen im Blut auf 79% herabgesetzt wird. Eine Konzentration von 1,0 ppm setzt die Bewegungsgeschwindigkeit auf 15% zurück.
Die Tatsache, dass schon eine so geringe Menge wie 0,1 ppm Fluorid die Bewegungsgeschwindigkeit der weißen Blutkörper wesentlich verzögert, zeigt, dass es keine Fluorid Konzentration gibt, die man als sicher bezeichnen könnte.
(2) Fluorid beeinträchtigt die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen Fremdkörper zu vernichten.
(3) Fluorid veranlasst die Freisetzung von freien Superoxydradikalen, was zu einer Gewebeschädigung führt.
(Alles: Siehe Yiamouyiannis, S:41)

3.3 Haut- und Knochenalterung

Während des Alterungsprozesses verliert der Körper seine Fähigkeit, zwischen den Geweben zu unterscheiden, die mineralisiert werden sollen und solchen Geweben, die nicht mineralisiert werden sollen. Fluorid bewirkt auch hier dasselbe.
Diese Störung des Kollagenstoffwechsels führt zu einer Gewebe Verkalkung. Gewebe, die nicht mit Kalzium angereichert werden sollten, werden mit Kalzium angereichert und gleichzeitig gibt es eine Unterbrechung der Kalzifizierung von anderem Gewebe, das eigentlich Kalzium enthalten sollte. Das hat Auswirkungen auf Knochen, Sehnen Bänder und Muskeln.
"Zusätzlich zu den durch Fluorid verursachten Unregelmäßigkeiten an den Knochen sollte man erwarten können, dass die durch Fluorid verursachten Unregelmäßigkeiten der Gelenkknorpel als Ergebnis auch die Reizungen und Entzündungen zur Folge haben, die man üblicherweise als Arthritis bezeichnet. Man kann auch erwarten, dass Fluorid ein erhöhtes Auftreten von Knochenbrüchen verursacht und eine herabgesetzte Fähigkeit des Körpers Knochenbrüche und Knochensplitterungen zu heilen. [...]
Die Zugabe von Fluorid zum Trinkwasser von Ratten, die Knochenbrüche hatten, führten aufgrund der Störungen bei der Kollagensynthese zu einer unvollkommenen Heilung der Brüche. Ebenso führen Fluorid Zugaben auch bei Menschen zu einem höheren Osteoporose-Grad (Entmineralisierung der Knochen) bzw. beschleunigen den Osteoporose Prozess. Dies wurde selbst bei 15-16 Jahre alten Mädchen festgestellt, denen 1,6 ppm Fluorid ins Trinkwasser getan wurde." (Yiamouyiannis, S:71/S:77)

Da Kollagen das wichtigste strukturelle Material der Haut ist, ist offensichtlich, dass Schädigungen des Haut-Kollagens zur vorzeitigen Faltenbildung der Haut führt, wie es sich bei den Menschen in den Gebieten mit überhöhtem natürlichen Fluoridvorkommen überdeutlich zeigte.
Die Faltenbildung selbst kann entweder durch einen Zusammenbruch der Kollagenstruktur oder durch eine leichte Verkalkung des Haut-Kollagens verursacht werden.

Zusammengefasst: Fluorid zerstört das Kollagen in Knochen, Sehnen, Haut, Knorpeln, Lungen, Nieren und Luftröhre. Dies führt zu Krankheiten, die normalerweise dem "hohen Alter" zugeschrieben werden wie Arthritis, Arteriosklerose, brüchige Knochen, faltige Haut usw. Dass Fluorid das Kollagen zerstört, haben bereits in den 60-iger Jahren Forscher der Harvard-Universität herausgefunden. Japanische Forscher und weitere Wissenschaftler bestätigten diese Feststellungen. (siehe Yiamouyiannis)

3.4 Fluorose

Ehe auch nur irgendeine Krankheit sichtbar ausbricht, findet die Beschleunigung des Alterungsprozesses durch Fluorid also bereits auf der biochemischen Ebene statt. Und zwar durch Blockierung von Enzymen, Zerstörung von Kollagen, genetischen Schäden oder gar dem Zusammenbruch des Immunsystems.
Es lassen sich bei einer höheren Dosierung aber auch sofort sichtbare Auswirkungen einer Fluorid-Vergiftung beobachten. Die sogenannte Fluorose.
Schmelzbildungsstörungen durch Schädigung der Zahnkeime, die früher in der Toxikologie als das erste und sichere Anzeichen einer chronischen Fluorvergiftung gelehrt wurden.

Und zwar macht sich die Fluorose als kalkweiße Stellen auf den Zähnen bemerkbar. In weiter fortgeschrittenen Fällen zeigen die Zähne dann gelbe, braune und schwarze Stellen und es entwickeln sich Löcher und Risse und die Spitzen brechen ab.
In einem Versuch zeigten etwa 30% der Kinder, denen man Fluorid Tabletten gegeben hatte, diese sichtbare Auswirkung der Zahn-Fluorose.
Zahn-Fluorose ist ein dauernder Beweis dafür, dass sich Fluorid in die grundlegenden Lebensfunktionen der zahnschmelzformenden Zellen eingemischt hat und dieses veranlasst, geschädigtes Kollagen zu produzieren, also Stoffwechselstörungen vorliegen.

3.5 Fluorid und genetische Schäden

Fluorid schädigt die Erbmasse.
Wenn Menschen altern, verlangsamt sich ihr DNA-Reparatur-Enzym-System. Als Ergebnis werden dann DNA-Schäden nicht mehr repariert und das führt zur Schädigung der Zellen oder zu ihrem Tod. Beschädigte oder tote Zellen können dann Produkte ausschütten, die ihrerseits andere Zellen schädigen.

Schwerwiegende Folgen können auch eintreten, wenn die nicht reparierten DNA-Schäden in eine Zelle eintreten, die eine Sperma- oder Eizelle produziert. In diesen Fällen wird der DNA-Schaden in der defekten Ei- oder Spermazelle in jeder Zelle des Kindskörpers reproduziert und er wird so zu einem angeborenen Schaden führen. Ein Nachlassen der DNA-Reparatur beim ‚Altern' ist einer der Gründe, warum Geburtsfehler mit zunehmendem Alter der Mutter häufiger werden. (Yiamouyiannis 1991, S:86)

Dr Wolfgang Klein und Mitarbeiter eines Forschungszentrums in Österreich berichten, dass 1 ppm Fluorid die Aktivität des DNA-Reparatur-Enzym-Systems um etwa 50% hemmt.
Damit führt Fluorid zu genetischen Schäden bei Säugetieren und dies wurde in zahlreichen Versuchen bei Ratten, Mäusen, Hamstern und Kühen nachgewiesen. (siehe Yiamouyiannis, S:87)

Aber auch Barbara Wendt führt einen entsprechenden Versuch auf:
"Dr. Aly H. Mohamed, Biologieprofessor an der Universität von Missouri in Kansas City, fand in Tierversuchen heraus, dass die Fluoride im Trinkwasser zu genetischen Schäden bei Mäusen führen. Die Schäden waren von der Konzentration abhängig. Wurde ein bestimmter Wert überschritten, fanden die Forscher drastisch zerstörte Chromosomen." (Wendt, S:230)

Weiterhin gibt es eine Studie in dem Fluorid-Buch von Dr. Yiamouyiannis, die zeigt, dass Fluorid die Reparatur einer von Röntgenstrahlen beschädigten DNA hemmt.
1 ppm Fluorid im Trinkwasser von Mäusen verursachte Chromosomenschäden. Fluorid, das dem Trinkwasser weiblicher Ratten zugefügt worden war, verursachte angeborene Defekte bei ihren Nachfahren.

"Neuere Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass 1 ppm Fluorid zu einer reduzierten Testosteron-Synthese führt. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass dies zu einer Schwächung der Spermafunktion bei männlichen Versuchstieren und zu einem Verlust der Fruchtbarkeit bei weiblichen Versuchstieren führt." (Yiamouyiannis, S:136)

3.6 Fluoride und Krebs

Substanzen wie Fluorid, die genetische Schäden verursachen, neigen auch dazu, Krebs zu erzeugen.
Wie eben aufgeführt, verlangsamt Fluorid das DNA-Reparatursystem. Der nicht reparierte Schaden eines Segments der DNA kann zu unkontrolliertem Zellwachstum oder Tumoren führen.
Und das ist genau das, was man bei Fluoriden gefunden hat.

Dr. Takeki Tsutsui und seine Mitarbeiter des Zahnmedizinischen Instituts in Nippon, Japan, zeigten, dass Fluorid nicht nur genetische Schäden verursachte, sondern auch fähig war, normale Zellen in Krebszellen zu verwandeln.
Ein Nachlassen der DNA-Reparatur Aktivität mit zunehmendem Alter ist auch einer der Hauptgründe, warum Krebs bei älteren Menschen viel häufiger vorkommt als bei jüngeren. (Siehe Yiamouyiannis, S:93)

Und tatsächlich findet sich auch praktisch eine Erhöhung der Rate der Krebstodesfälle, nachdem die Wasservorräte in den USA fluoridiert worden waren.
Dr John Yiamouyiannis verglich die Krebstodesraten der zehn größten fluoridierten Städte mit den Krebstodesraten der zehn größten Städte, die nicht fluoridiert waren.
Als die Fluoridierung um 1950 einsetzte, ging die Krebstodesrate der fluoridierten Städte, im Vergleich zu der nicht fluoridierten Städtegruppe, in die Höhe. (Grafik, siehe Yiamouyiannis, S:98)

Dr Donald Austin von dem kalifornischen Tumor-Register untersuchte Krebstodesraten in Kalifornien und stellte fest, dass Menschen, die in fluoridierten Gebieten lebten, eine um 40% höhere Krebstodesrate hatten, als diejenigen, die in nicht fluoridierten Gebieten lebten.

Dr. Victor Cecilioni, ein kanadischer Arzt, untersuchte Krebstodesraten in verschiedenen kanadischen Städten und erkannte, dass die Krebstodesrate in fluoridierten Gebieten um 15-25% höher war, als in nicht fluoridierten Gebieten. […]

Dr John Knutson vom amerikanischen öffentlichen Gesundheitsdienst untersuchte die Krebstodesraten, die der Fluoridierung von Grand Rapids, Michigan, folgten, und konstatierte eine Erhöhung von 22% in der Krebstodesrate nach der Fluoridierung im Gegensatz zu der nicht fluoridierten Kontrollstadt von Muskegon, Michigan.

(Yiamouyiannis, S:108)

Fluoride sind Zellgifte, wahrscheinlich aufgrund ihrer Fähigkeit, den Stoffwechsel von Zellen dadurch zu ändern, dass sie die Durchlässigkeit der Zellmembrane verändern und gewisse Enzym-Systeme beeinträchtigen.
(Journal of American Medical Association, Wendt, S:224)

Da Fluoride zu den stärksten Enzymhemmern gehören, müssen sie selbstverständlich vermieden werden, wo immer es möglich ist.
(Gerson, S:484)

Das Fluorid, das zum Trinkwasser beigegeben wird (in den USA), ist Hirzy zufolge so giftig, dass wenn man eine Dosis von der Menge einer halben 500mg-Vitamin-C-Tablette am Morgen einnehmen würde, dann wäre man tot, lange bevor die Sonne untergeht. Wenn man von etwas von derart giftiger Wirkung spricht, sagte er, ist es unrealistisch zu denken, dass die einzige negative Wirkung davon der Tod sei. Es muss etwas in den Zellen geschehen, was diese Wirkung verursacht. (www.hackemesser.de/fluoride01-98.html)

Fluor stellt ohne Zweifel ein starkes Enzym-, Zell- oder Speichergift dar, das nachhaltig das Skelett und die Funktion der Ausscheidungsorgane beeinflusst. Die Aussage der Befürworter, dass nur die Dosis das Gift mache, gilt nicht für die Langzeitverabreichung und berücksichtigt nicht die kumulative Wirkung. Bei nahezu keinem anderen Stoff liegen physiologische Wirkung und Toxizität so nahe beieinander. Da jedoch die Fluoraufnahme völlig unkontrolliert über Tabletten, Zahnpasten, Mundwasser, Nahrungsmittel und z.T. stark angereichertem Mineralwasser erfolgt, entgleist bereits jetzt die Dosierungsfrage völlig.

(http:// www.in-for-mationen.de/Denkzettel/denkzettel%204-03.htm)

3.7 Weitere Wirkungen des Fluorids

Fluorid lagert sich nicht in den Knochen oder Zähnen ab, denn hier wird auch nach einer erhöhten Fluorid-Zufuhr kein erhöhter Wert gefunden.
Fluorid wirkt durch die Zerstörung des Kollagens und durch die Anlagerung des Fluorids in den Organen wie Gehirn, Herz, Nieren, Leber, Lunge, Milz. Sobald die Fluoridkonzentration in diesen Organen einen Schwellenwert überschritten hat, werden verschiedene, biologisch wichtige Enzyme geschädigt.

Fluor hemmt in hohem Maße die Wirkung von Enzymen im Körper. Die Folge sind Stoffwechselstörungen (Erkrankungen der Blutgefäße, Leber, Nieren, Knochen, Gelenken usw.).
Dieses Element verbindet sich im Körper mit Vorliebe mit Kalzium, wodurch das Kalzium seine Aufgaben (Reizleitungskontrolle im Nervensystem) nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Die Folgen sind Störungen der Herztätigkeit.
Fluor überwindet die Placenta-Schranke in der Gebärmutter. Dies bedeutet, dass es im ungeborenen Kind zu erhöhten Fluor-Ansammlungen kommen kann. Hierdurch sind Missbildungen möglich.
Bei Versuchen an Tieren stellte man bereits bei kleinen Fluor-Konzentrationen Schädigungen der Erbsubstanz (Chromosomen-Veränderungen) fest.
Studien ergaben, dass die Knochen durch Fluor sehr spröde werden, wodurch spontane Knochenbrüche - vor allem bei älteren Menschen - wesentlich häufiger vorkamen.
Als weiteres Risiko ist die Möglichkeit der Krebserkrankung zu nennen. Es ist bekannt, dass Menschen, welche berufsmäßig mit Fluor in Kontakt kommen, in verstärktem Maße an Krebs erkranken.

Auch die Zähne werden durch Fluor nachweislich geschädigt:
- Die Zahndurchbrüche bei Kindern werden verzögert.
- Es entstehen häufiger Zahnfleischentzündungen.
- Die Zähne werden lockerer.
- Erhöhte Kieferanomalien (Schmalkiefer)
- Schwärzung der Zähne.
- Härtung / Versprödung der Zähne, dadurch halten Füllungen u.U. schlechter.
(http://www.peter-evertz.de/a_fluor-1.html)

Für ihre Toxikologie-Studien entwarf Dr. Mullenix ein Computer-Mustererkennungssystem, das von anderen Wissenschaftlern als geradezu elegant in seiner Fähigkeit beschrieben wurde, die Wirkungen des Fluorids an den neuromotorischen Funktionen von Ratten zu studieren:

Das Verhaltensmusterproblem von Fluorid stimmt mit den Ergebnissen überein, die bei der Verordnung von Strahlungs- oder Chemotherapie auftreten. Von allen diesen [...] Behandlungen, die klinisch bei der Krebstherapie verwendet werden, ist wohlbekannt, dass sie bei Kindern ein Intelligenzdefizit verursachen. Das ist eine der am besten studierten Wirkungen, die ihnen bekannt ist. Das Verhaltensmuster, welches sich aus dem Gebrauch von Fluorid ergibt, ist identisch mit dem durch Krebsbehandlung, welches eine Reduzierung der Intelligenz verursacht."
Ihre Ergebnisse haben eindeutig die Entwicklungsauswirkungen von Fluorid detailliert, pre- und postnatal. Verabreichte Dosen vor der Geburt erzeugten markante Hyperaktivität unter den Nachkommen. Postnatale Verabreichung lies die Jungratten das vorzeigen, was Dr. Mullenix das "Stubenhocker-Syndrom" nennt - ein Mangel oder ein Fehlen an Initiative und Aktivität.

(www.hackemesser.de/fluoride01-98.html)

In Belgien wurden fluorhaltige Tabletten, Zahnwässer und Kaugummis verboten.
Gesundheitsministerin Magda Aelvoet begründete das Verbot mit Gefahren für die Gesundheit, die Fluor nach wissenschaftlichen Untersuchungen darstelle. In der Zeitschrift "Humo" bezeichnete sie das Mineral als "schleichendes Gift". Fluor härtet dem Bericht zufolge zwar den Zahnschmelz, entziehe Zähnen und Knochen aber Kalk und mache sie so brüchiger. Skelettveränderungen, Osteoporose, Gelenkentzündungen und sogar Knochenkrebs könnten die Folge sein. Fluor könne sich auch negativ auf die Nerven und das Immunsystem auswirken und bei Kindern zu andauernder Müdigkeit, einem niedrigeren Intelligenzquotienten, Lethargie und Depressionen führen.

(http://www.strathmannag.de/sag/public/news/data/20020923.shtml)

Wegen erwiesener Unwirksamkeit wurde die Trinkwasserfluoridierung des Kantons Basel nach 41 Jahren im April 2003 eingestellt. - Für mögliche Langzeitschäden an ihren Kindern und Enkeln kann leider niemand die Verantwortung übernehmen.
Vielen Dank, dass Sie an unserem kleinen Fluorid-Experiment teilgenommen haben.

4. Fluorbefürworter

Dr. Schnitzer schreibt:

Mir ist als ein entscheidender Punkt der Diskussion in jener Sitzung (zur Fluoridierung des Trinkwassers) im Gesundheitsministerium im Jahre 1969 noch wörtlich Folgendes in Erinnerung: Prof. König (früher Kariesforschungsinstitut Zürich, dann Nymwegen, einer der stärksten und aktivsten Fluorbefürworter): In den USA werden seit 10 Jahren 60 Millionen Menschen fluoridiert (über das Trinkwasser). Wenn das schädlich wäre, hätte man das festgestellt. Prof. Gräfe, Zahnmediziner und Hygieniker, Universität Erlangen: Hat man denn bei diesen 60 Millionen Menschen einen Kariesrückgang festgestellt? Prof. König: "Dazu ist es noch zu früh."

Jetzt aber sind mehr als weitere 3 Jahrzehnte ins Land gegangen und es ist nicht mehr zu verheimlichen, dass Fluoride im Trinkwasser nichts gebracht haben. Weder in der Schweiz noch in den USA.
Folglich haben die Fluorbefürworter jetzt ihre Strategie geändert und sie sagen nun: Fluorid im Trinkwasser oder der Nahrung hilft nicht, Fluorid hilft nur, wenn es direkt mit den Zähnen in Kontakt kommt, also beim Zähneputzen.
Das ist nicht dumm, denn Zähneputzen hilft natürlich etwas gegen Karies, gegenüber jenen, die keine Zähne putzen. Und da kaum jemand ohne Fluoride die Zähne putzt, verschwindet der Nichteffekt des Fluorids im Effekt des Zähneputzens.
Und sollte es sich dann in 20 oder 30 Jahren als Blödsinn herausstellen, dann werden sie sagen: Fluorid muss als Zäpfchen eingeführt werden, damit es Karies verhütet.
Hauptsache rein in den Körper mit dem Zeug.

Die Indianer haben ein Sprichwort: Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab. Und dieses Pferd hier ist ziemlich tot. Oder, um genau zu sein, dieses Pferd hat noch niemals auch nur gezuckt.

Das stimmt übrigens wirklich, ich erzähle hier keinen Unsinn. Die Mehrheit der neueren Literatur spricht jetzt davon, dass Fluoride in Kontakt mit den Zähnen kommen müssen, um eine Wirkung zu erzielen:
"Fluoride sind also unentbehrlich für die Kariesvorsorge. Wir kriegen das Spurenelement zwar auch über die Nahrung und übers Wasser, aber das ist oft zu wenig. Außerdem wirkt es in der Zahncreme besser, weil wir die Paste schön auf die Zähne schrubbeln. Einfach nur trinken, also quasi Fluor einnehmen, das hat nicht annährend den gleichen Effekt."
(http://www.swr.de/swr1/rp/tipps/gesundheit/2003/07/28/)

Natürlich gibt es aber auch heute noch viele, die die Einnahme von Fluorid-Tabletten und fluoridiertem Salz, ohne Kontakt mit den Zähnen, weiterhin empfehlen. Das sind dann die, die gar nichts mehr merken.
Zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung:
"Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Jugendliche und Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 1,5 bis 4,0 mg Fluor. Bei Säuglingen und Kleinkindern werden Fluortabletten zur Kariesprophylaxe eingesetzt." (http://www.vitfit.de/fluor.htm)

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung haben erst kürzlich aktualisierte Empfehlungen für die tägliche Fluorideinnahme herausgegeben. Wenn ich schon lese, "Deutsche Gesellschaft für", dann weiß ich Bescheid.

Fluoridtabletten an Säuglinge und Kleinkinder zu verfüttern, das ist irre.
Gerade bei Kleinkindern und im Milchgebiss:

"Im Milchgebiss konnten keinerlei Hinweise auf eine Änderung des Kariesstatus nach Fluorgabe bemerkt werden."
(Ergebnis aktueller Dissertationen, verfasst von der Abteilung für Kinderzahnheilkunde der Universität Gießen.)

Auch bei Strippel wird das nachher noch bestätigt. Interessiert aber keinen, sonst würde es nicht diese Empfehlungen für die Fluorideinnahme bei Kindern geben.

Seit Jahrtausenden haben sich die Mütter immer kurz nach der Geburt gefragt: Mensch, dem Kind fehlt doch was, wie soll es bloß groß werden?
Jetzt wissen wir es, es waren die Fluortabletten, die gefehlt haben. Der Forschung, der Fluorindustrie und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die dies erkannt haben, sei Dank.

1969 hat die WHO auf Betreiben der Internationalen Zahnärztevereinigung FDI eine Resolution verabschiedet, in der die Trinkwasserfluoridierung als beste, sicherste und wirksamste aller Fluoridierungsmethoden allen Mitgliedsländern zur Einführung dringend empfohlen wurde.

Seit dieser WHO-Empfehlung von 1969 wurde die Trinkwasserfluoridierung wegen der seit langem bestehenden Bedenken in der BRD (1971), den Niederlanden (1976), der CSSR (1988), DDR (1990), Sowjetunion (1990) und Finnland (1993) eingestellt [...]
Die Wahrheit kam an den Tag, als in den vorgenannten Ländern bei 53 Millionen Menschen die Wasserfluoridierung abgesetzt wurde und die von den Fluoridisten angekündigte "Kariesflut" nirgends eintrat.

(http://pub15.ezboard.com/fparodontosehilfefrm1.showMessage?top icID=326.topic)

So etwas beeindruckt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung aber natürlich nicht.
Das ganze Arsenal an Fluorwaffen muss an den Mann und besonders an das Kind gebracht werden: Tabletten, Zahncreme, Fluorlack, Fluorgel, Mundwasser, Fluor-Zahnseide, Fluor-Zahnstocher und Fluorsalz.

Es ist lustig, bei meiner Recherche zu Fluor und zu Impfungen bin ich öfter auf so Aussagen gestoßen wie: Es gibt nichts so Wirksames wie Fluor, es gibt nichts so Wirksames wie Impfungen. Fluoride sind unheimlich wichtig, unverzichtbar.
Sie pfeifen sich gegenseitig Mut zu, damit keiner kehrt macht, weil der Wald so dunkel ist. Und je tiefer es in den Wald reingeht, desto lauter wird gepfiffen.
Belastbare Fakten, fernab von Laborexperimenten und Computersimulationen, werden leider nicht geboten. Fakten werden durch Beschwörungen ersetzt.
Ja, ohne Fluoride bekommen wir eine Kariesflut und ohne Impfungen erleiden wir alle schwere Schäden.
In jeder großen Niederlassung jedes Pharmaunternehmens gibt es einen Raum, tief im Keller, wo rund um die Uhr mindestens drei Mitarbeiter sitzen und dafür beten müssen, dass der ganze Scheiß, den sie verzapfen niemals auffliegt und es nie jemand darauf ankommen lässt, ob das auch stimmt, was sie ständig behaupten.
Und keiner, der ein bisschen Ahnung von der Materie hat, kann der Pharmaindustrie diese Maßnahme verdenken.

4.1 Fluorid-Befürworter

Lassen wir einmal einen Fluorid-Befürworter zu Wort kommen:

Fluoride gehören zu den meist wissenschaftlich untersuchten zahnärztlichen Medikamenten: Es soll weltweit etwa 300.000 Untersuchungen geben, die die Ungefährlichkeit und die kariesprotektive Wirkung - bei richtiger(!) Dosierung - bewiesen haben. Der weltweite immense Rückgang der Karies seit Ende der 60er Jahre in den Industrieländern wird zum überwiegenden Teil der direkten und indirekten Fluoridierung zugeschrieben. Und wir als Zahnärzte sind froh darüber, dass es heute - so auch in meiner Praxis - zu einer ausgesprochenen Seltenheit gehört, dass ein Kleinkind schon etliche Löcher - mit all ihren Folgen auf die körperliche Gesundheit - hat.
Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder selbst ernannte Experten, die mit wissenschaftlich unhaltbaren Methoden die Grundangst vor einer Vergiftung schüren und sich dann solcher Argumente wie der "Muttermilch-Barriere" oder einer Knochenverhärtung bedienen.
Diesen Spieß könnte man genauso gut umdrehen und feststellen, dass - wie allgemein bekannt - der menschliche Organismus eben nicht perfekt ist, denn sonst würde die stillende Mutter Ihrem Säugling diese kariesvorbeugende Prophylaxe "automatisch" angedeihen lassen. Und weiter: Nach dieser These müsste die Muttermilch auch alle anderen Stoffe enthalten, welche die Stillende zu sich nimmt!
(Quelle: www.babynet.de/load.html?/zahn/02kind_l.html&/zahn/02k ind05.html)

Ja, also wenn Fluoride bei dir nicht wirken, dann hast du sie einfach nicht richtig dosiert. Du musst ja auch berücksichtigen, dass jeder Mensch eine andere genetische Veranlagung hat. Allerdings macht das natürlich auch die Bestimmung von unschädlichen Grenzwerten für alle sehr schwierig, besonders, wenn man noch die bei uns völlig unkoordinierte Aufnahme von Fluoriden bedenkt.
Aber es ist so wie mit dem Zähneputzen, wenn du trotzdem Karies bekommst, hast du etwas falsch gemacht. Fluoridbefürworter erzählen dir natürlich dasselbe von ihrem Fetisch: Wenn du trotzdem viel Karies bekommst, hast du ihn nicht richtig benutzt. Erinnert mich an junge, charismatische Christen. Wenn Gott deine Krankheit nicht heilt, dann glaubst du nicht richtig. Genau dasselbe ist das.

300.000 Untersuchungen, die die kariesprotektive Wirkung von Fluoriden bewiesen haben. Das ist beeindruckend. Wirklich beeindruckend. Fast so beeindruckend wie die 30 Millionen Artikel und Studien, die weltweit die Ungefährlichkeit des Rauchens belegt haben.

Des Weiteren sagt er, haben wir einen weltweit immensen Rückgang von Karies seit Ende der 60-er Jahre. Ich finde das Wort "immens" hier gut. Ich meine, jetzt leiden so gut wie alle an Karies. Wie viele haben denn an Karies gelitten, als der Rückgang noch nicht immens war? Ich meine, mehr als alle können doch gar nicht Karies haben?

Und was heißt überhaupt immenser Rückgang beobachtet? Da haben sie sich wieder ein passendes Intervall rausgesucht: Schädelfunde aus der Römerzeit zeigen, dass wir früher vielleicht einen oder zwei kariöse Zähne hatten. Heute gilt ein Schädel, mit 95% zerstörter oder fehlender Zähne als normal. Am Ende des Lebens natürlich, aber die früheren Inhaber der Römerschädel sind ja auch irgendwie tot.
Und heute haben wir noch das immens wirksame Fluorid.
Ich kann da, vorsichtig formuliert, keinen immensen Rückgang sehen.
Klar, früher sind sie auch alle mit 17 Jahren gestorben.
Früher waren allen doof und alle sind mit 17 Jahren gestorben, das zieht immer.

Nein, aber es ist keine Frage, Karies ist weniger geworden durch Fluoride. Man sieht es nicht nur daran, dass so gut wie kein lebender Mensch mehr Karies hat, sondern auch noch an Folgendem: 1980 hatten wir 30.000 Zahnärzte (Westdeutschland) und 21 Jahre später, also 2001, brauchten wir nur noch 62.120 (Gesamtdeutschland).

Der Autor des oben zitierten Artikels sagt weiter, dass der menschliche Körper nicht perfekt ist und verbessert werden muss.
Wie krank muss man sein, dass man denkt, die Muttermilch würde im Normalfall für das Baby nicht gut genug sein? Und, dass man das im großen Stil verbessern muss. Und auf diesem Denkansatz wird aufgebaut. Und darum ist auch kein Wunder, dass am Ende dann das bei herauskommt, was wir beim Fluorid gerade sehen.
Die medizinische Wissenschaft ist immer auf der Suche nach einer weiteren künstlichen Verbesserung der Natur im großen Stil.

Ich habe im Internet eine ganze Doktorarbeit über Fluoride gefunden. Hatte mich wirklich richtig beeindruckt. Noch mehr hätte es mich vermutlich beeindruckt, wenn das Ganze auch funktionieren würde, mit den Fluoriden.

4.2 Der nächste Fluorid-Befürworter

"Wenn Fluor bei uns in Deutschland und Österreich verboten würde, wäre das langfristig für die Zahnprophylaxe eine Katastrophe. Wir wissen aus unzähligen Studien, wie gut es gegen Karies hilft. Fluortabletten verabreicht man nur noch Kindern ab dem ersten Zahn solange, bis sie Zähne putzen können. Wichtig ist, Fluor über die Zahnpaste an die Oberfläche des Zahnes zu transportieren", erklärt Ulrich Schlangenhauf, Leiter der Abteilung für Parodontologie der Universität Würzburg.
(http://www.salzburg.com/sn/schwerpunkte/gesundheit/artikel/338152.html)

Er kombiniert alles hier. Er sagt, dass Fluorid soll an die Zähne gerieben und auch Fluoridtabletten sollen genommen werden. Fluoridtabletten allerdings erst ab dem ersten Zahn.
Jeder kann sich hier sein eigenes Fluorid-Construction-Kit zusammenstellen und Regeln ausgeben. Das ist das Schöne, wenn keiner eine aussagekräftige Studie präsentieren muss. Oder gar Placebogruppen. Man testet seine Empfehlungen einfach gegen die Empfehlungen der anderen Nichtskönner. Irgendwelche Intervalle gibt es da bestimmt, die man irgendwie positiv gegen andere Intervalle interpretieren kann.

Dr. Schnitzer sagte dazu etwas sehr Wahres:
"Wenn es nämlich allen Leuten, die die Fluoranwendung so eifrig propagieren, um eine ursächliche Verhütung der Zahnkaries gehen würde, und wenn sie alle deshalb im gleichen Umfang statt dieser Propagierung etwas über die Verhütbarkeit der Karies durch Ernährungsmaßnahmen veröffentlicht hätten, dann wäre heute schon ein starker echter Rückgang der Zahnkaries zu verzeichnen, der mit Fluor nie erreicht werden kann." (Schnitzer, S:194)

Aber wie wir im letzten Kapitel gesehen haben, kann man nicht sagen, dass Fluoride nicht wirken würden.

4.3 Und noch welche

Heute brauchen sie derartige Stellungnahmen gar nicht mehr, denn es gibt keine Opposition mehr:

Im Juni 1979 gab die "Arbeitsgemeinschaft für Zahngesundheitserziehung" eine multinationale Erklärung über "Kariesprophylaxe mit Fluoriden" heraus, die von den Vorständen der Universitäts-Zahnkliniken in Österreich, der Schweiz und der Bundesrepublik unterzeichnet war. Mit drei Unterschriften empfehlen die Österreicher "die am besten pharmakologisch untersuchte Substanz". Die Schweizer bieten mit 9 prominenten Unterzeichnern Fluoridierung als "eine ihrer vornehmsten und sozial wichtigsten Aufgaben" an. 20 Unterschriften von westdeutschem Rang und Namen wenden sich gegen "die Verunsicherung der Öffentlichkeit sowie die Diskriminierung maßgebender Wissenschaftler und Praktiker durch wenige unbelehrbare Fanatiker". Sie sei "unerträglich und kann nicht gebilligt werden. Es sind immer die gleichen Personen, die seit Jahrzehnten dieselben längst widerlegten Behauptungen verbreiten."
(Federspiel und Kirchhoff, S:155)

Fluorid ist "die am besten pharmakologisch untersuchte Substanz".
Ungefähr so, wie "Impfen das Wirksamste ist, was wir kennen."

4.4 Rückgang von Karies

Es gab tatsächlich einen zeitweisen Rückgang von Karies festzustellen, der betraf aber alle Gebiete. Dieser beobachtete Rückgang der Karies fand sowohl in fluoridierten wie auch in nicht fluoridierten Gebieten statt:
"Jedenfalls belegen Untersuchungen in Australien, Neuseeland und den USA, dass die Zahnverfallsrate auch in den nicht fluoridierten Gebieten zurückgegangen war."

"Seit den 70er Jahren ist die Zahl von Kariesfällen sowohl in fluoridbehandelten wie auch nicht-fluoridbehandelten Gemeinden in Europa, den Vereinigten Staaten oder sonst wo gesunken."
(Beides Yiamouyiannis)

Aber wie das immer so bei Schwankungen ist, einmal geht es in diese Richtung und einmal in die andere. Und solche Trends drehen sich auch schnell wieder um, trotz Fluorid:

"Zusätzlich mehren sich die Hinweise, dass der in den Industrieländern beobachtete Rückgang der Karies gar nicht so spektakulär, sondern ein (fluoridbedingtes) Zeichen einer verzögerten Verlaufsform ist."
(http://www.zahnwissen.de/frameset_lexi.htm?lexikon_ka-km.htm)

"Vor allem hat sich gezeigt, dass Fluor nicht nur Zahnkaries nicht echt verhüten kann, sondern dass selbst der Rückgang, der bei Kindern erzielt werden kann, nur vorübergehend ist. Nur bis zum Alter von ca. 14 Jahren sind die fluorbehandelten Kinder mit der Zahnkaries im Rückstand. Ab 15 Jahren Alter überholen sie die nicht fluorbehandelten Vergleichskinder in den Versuchen durch eine noch höhere Rate neuer Zahnschäden pro Jahr. Man weiß heute, dass dies von dem minderwertigen Zahnschmelz herrührt, der durch die Fluorschädigung des Zahnkeims nicht einwandfrei entwickelt werden konnte." (Schnitzer, S:193)

"Lange Zeit wurde bei uns Karl-Marx-Stadt, das frühere Chemnitz, als großes Vorbild gepriesen. Seit 1959 galt es als Mekka der Trinkwasserfluoridierung. Die Karies ging bei den elf- bis fünfzehnjährigen Kindern zunächst um 41 Prozent zurück. Von 1975 bis 1983 stieg sie jedoch wieder an, jetzt um 33 Prozent."
(Wendt, S:232)

Tja, so schnell ändern sich die Dinge. Nicht einmal Karl-Marx Stadt heißt noch Karl-Marx Stadt.

4.5 Deutschland - aktuelle Situation

In der Bildzeitung vom 9. September 2006 stand, Karies nehme zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr um das Drei- bis Fünffache zu. Zahnärzte in Dortmund (Zahnärztetagung) appellierten an die Jugendlichen, die Zähne besser zu pflegen.

Laut der jüngsten Deutschen Mundgesundheitsstudie vom Institut der Deutschen Zahnärzte hatten erwachsene Bundesbürger im Jahr 2005 durchschnittlich 14,5 Zähne, die akut oder in der Vergangenheit von Karies betroffen waren - im Jahr 1997 waren noch 16,1 Zähne kariesgeschädigt gewesen. Aber: Im selben Zeitraum haben mittelschwere und schwere Zahnfleischerkrankungen wie Paradontitis um 27 Prozent zugenommen. (stern.de, 21.06.2007)

Das finde ich überraschend. Wir benutzen seit mindestens den siebziger Jahren Fluoride und hatten seitdem einen immensen Rückgang des Zahnverfalls durch Fluoride. Von diesem Wahnsinns-Rückgang müssen wir natürlich noch die Erfolge durch das gestiegene Zahnpflegebewusstsein herausrechnen, was relativ schwer ist, da ja Fluoride vorsichtshalber in jede Zahnpasta getan werden und haben jetzt 14,5 kaputte Zähne pro erwachsenen Bundesbürger.

Eigentlich ist das ein Widerspruch, aber es gibt eine einfache Auflösung dafür:
Letztes Jahrhundert hatte der Mensch, evolutionsbedingt, noch 200 Zähne, die alle kaputt waren. Jetzt sind es nur noch 14,5 kaputte Zähne. Also doch, ein immenser Rückgang.

Und vergleichen wir 1997 mit 2005: Wir haben einen Kariesrückgang von 9,9% und einen Parodontitis Zuwachs von 27 Prozent.
Ich würde sagen, wenn du mit 50% kaputten Zähnen als Erwachsener und 95% kaputten und fehlenden Zähnen im Alter zufrieden bist, dann sind Fluoride genau richtig für dich.

4.6 Reaktionen der Schulmedizin auf die Fluorid-Kritik

Natürlich setzt sich die Schulmedizin auch wissenschaftlich mit den Argumenten der Fluorid-Gegner auseinander.

Wir hatten es oben schon gelesen: Fluoridgegner sind "unbelehrbare Fanatiker", die "längst widerlegte Behauptungen verbreiten."

Oder bei Tacha:
"Es gibt darüber hinaus viele erschreckend unsinnige Behauptungen, wie Fluorid schaden soll. Sie sind längst widerlegt." (Tacha, S:53)

Alles Gegenteilige ist längst widerlegt. Das ist die Argumentation der Fluoridbefürworter.

Gegenteilige Argumente sind nichtig.
Das ist auch so ein Standardsatz.
Wie willst du gegen soviel geballte argumentative und rhetorische Kompetenz ankommen?

Eine andere Quelle, die ich noch zu Fluor im Internet gefunden hatte, sagte:
"Der mit Abstand wichtigste Grund für die Verbesserung der Zahngesundheit ist der weitverbreitete Gebrauch von Fluorzahnpasta. Dies ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen und unter Menschen mit Ahnung vom Thema unumstritten."

Es ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen. Das ist genial. Das ist doch mal ein echtes Argument. Es ist nicht nur wissenschaftlich erwiesen sondern auch noch eindeutig.
Und wenn dich das immer noch nicht überzeugt, dann legt er noch einen drauf, dann hast du nämlich keine Ahnung.

Vor allem, das Ganze hat ja auch eine Fernwirkung. Wenn ich jetzt solche Sätze lese wie:
"Prof. Heinz Schmitt von der Kinderklinik der Uni Mainz erforscht seit Jahren die Wirkung von Impfungen. Die Behauptungen der Impfgegner sind längst widerlegt."

Dann beruhigt mich das einfach nicht mehr, sondern ich denke mir: Hui, wenn da mal nicht etwas oberfaul ist.

Die Fluoridleute erhalten uns nicht nur unsere vollständige Zahngesundheit bis ins hohe Alter, sondern sie können auch noch äußerst geschickt argumentieren. Beides ist nur durch umsichtiges Abwägen und ständiges sich selbst in Frage stellen möglich.
Bei derart kompetenten Leuten, wie es die Beispiele hier vermuten lassen, hatte es die Industrie sicher nicht leicht, sie vom Nutzen der Fluoride zu überzeugen.

4.7 Hauptsache rein mit den Fluoriden

Strippel empfiehlt in seinem Buch Fluorid-Tabletten, fluoridiertes Salz zu kaufen und fluoridierte Zahnpasta zu benutzen. Aber auf S: 173 schreibt er dann:
"Auch hierzulande sprechen Befunde dafür, dass die Fluoridtablettengabe kaum oder keinen Einfluss auf die Kariesentstehung im Kleinkind- und Vorschulalter nimmt." (Schiffner 1989)

Er löst es aber auf:
"Aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht wäre es nachteilig, komplexe Empfehlungen mit unterschiedlich ausgerichteten Botschaften weiter zu geben: Von einem gewissen Alter unfluoridierte Zahnpasta verwenden, danach aber fluoridierte - das wäre angetan, die Verbraucher hinsichtlich des großen Nutzens des Fluorids in Zahnpasten zu verunsichern." (Strippel, S:173)

Also rein mit dem Zeug, ob es etwas hilft oder nicht.
Aber er hat recht, das würde mich auch verunsichern, wenn etwas von "großen Nutzen" auf einmal nicht wirken soll. Nein, das will ich lieber gar nicht wissen, dann müsste ich anfangen nachzudenken. Und komplexe Zusammenhänge verstehe ich sowieso nicht. Bitte haltet mich dumm, vielen Dank.
Fluorid ist einfach ein so "wertvolles Spurenelement" (Strippel, S:218), das hinterfragt man nicht, davon "profitiert die ganze Familie."
Alles, was dagegen gesagt wird, ist nichtig.

4.8 Massenfluoridierung

Ein weiterer negativer Effekt der Massenfluoridierung ist der Gewöhnungseffekt schon der Kleinkinder an Tabletten und an eine automatische Medikamentation. Die Natur und du selbst bist unzulänglich und die Medizin muss das korrigieren, das ist die Botschaft.

Eine Stichprobe an 146 Großjährigen ergab 1982 Erschreckendes. Die Hälfte der Untersuchten hatte im Kindergartenalter (von 1959-64) Fluoridtabletten bekommen. Im Rahmen der Versuchsanordnung griffen 88 Prozent von ihnen ohne Zögern nach der angebotenen Tablette. Die Kontrollgruppe ohne die frühe Tablettendressur verweigerte zu 84 Prozent.
(Federspiel und Kirchhoff, S:156)

5. Mechanismen

Wie kommt es zu der Fehleinschätzung, dass Fluoride irgendetwas gegen Karies bewirken würden?

Mein erster Ansatz war, dass Karies eine Grauzone ist. Die Wissenschaft weiß nicht so genau, woran Karies liegt bzw. schreibt Karies vielen Faktoren zu. Und Karies schwankt, in der Realität besehen, mit den Änderungen der Lebensbedingungen und auch den Zahnpflegegewohnheiten hin und her. Je nach Zeit, Bevölkerungsgruppe, Gesellschaftsschicht usw. haben die Menschen mal mehr Karies und mal weniger Karies, weil soviel auf sie einwirkt.
So gibt es ein in den letzten Jahrzehnten gestiegenes Zahnpflegebewusstsein. Früher gab es viele Kinder pro Familie und heute 1,4. Das einzelne Kind steht heute viel mehr unter Kontrolle. Auf der anderen Seite essen die Kinder mehr Süßigkeiten als früher. Die Ernährungs- und Stress-/Arbeitsbedingungen ändern sich permanent. Nichts Genaues weiß man nicht, welchen Einfluss diese einzelnen Faktoren haben.

Wir haben also eine unklare Situation und, wenn dann da jemand ein Interesse hat und Geld hineinpumpt, dass irgendein Faktor einen kleinen Ausschlag nach oben gibt, dann misst irgendjemand anderes eine Schwankung des Lebens nach oben und dann hat man es.
Also am Ende: Grauzone + Geld bewirken ein Ergebnis.

5.1 Studien

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing - offenbar auch in der Forschung. Von der Industrie finanzierte Studien stellen oft gesundheitsfördernde Wirkungen bei Getränken fest, belegen Statistiker - und warnen vor möglichen Folgen für die öffentliche Gesundheit.
Milch macht starke Knochen, Fruchtsaft stärkt die Abwehr - davon sind viele Menschen überzeugt: Werden doch immer wieder Studien veröffentlicht, die dies bestätigen. Wie eine Studie den gesundheitlichen Nutzen von Getränken bewertet, hängt jedoch stark von den Interessen der jeweiligen Geldgeber ab, hat nun eine Untersuchung festgestellt. Stecken dahinter ausschließlich Hersteller, etwa von Saft, Milch oder Limonade, fiel das Resultat vier bis acht Mal so häufig positiv aus wie in anderen Fällen, schreiben Lenard Lesser und seine Kollegen im Journal "PLoS Medicine".

Forscher vergaben vier bis acht mal so häufig "gut".
Die Gruppe um Lesser vom Kinderkrankenhaus in Boston, Massachusetts, hatte mit Unterstützung der US-Verbraucherorganisation Center for Science in the Public Interest entsprechende Untersuchungen der Jahre 1993 bis 2002 über Limonaden, Milch und Saft daraufhin geprüft, ob sie das Produkt als "gut", "schlecht" oder "neutral" für die Gesundheit einstuften. 538 veröffentlichte Artikel wurden in die Untersuchung einbezogen. 206 von ihnen stellten einen direkten Zusammenhang zwischen positiven Gesundheitseffekten und dem untersuchten Getränk dar - etwa Knochenstabilität und Milchkonsum oder ein besseres Immunsystem durch Antioxidantien in Säften. (stern.de, 09.01.2007)

Eine weitere Studie:
Eine Studie, die in den Annals of Internal Medicine erscheinen ist, bestätigt erneut den Verdacht, dass von der Pharmaindustrie bezahlte Untersuchungen eher zu positiven Ergebnissen führen als solche, die von unabhängigen Institutionen finanziert werden. Die Forscher überprüften 546 Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit bestimmter Medikamente –Antidepressiva, Neuroleptika, Magenmittel vom Typ der Protonenpumpenhemmer und gefäßerweiternde Mittel –, die zwischen 2000 und 2006 in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Es stellte sich heraus, dass Industriebezahlte Studien zu 85 Prozent positive Ergebnisse brachten. Im Vergleich dazu waren es bei den von Regierung finanzierten nur 50 Prozent.
(PMlive, 4. August 2010) http://www.bittere-pillen.de/bipi/aktuelles.html


Oder bezogen auf das Fluorid:
"Die Fluoridforschung wird hauptsächlich von zwei Arbeitsgemeinschaften unterstützt, der im Auftrag der Zuckerindustrie gegründeten Informationsgemeinschaft für Mundhygiene und Ernährung (IME) und der Europäischen Arbeitsgemeinschaft für Fluorforschung und Kariesprophylaxe (ORCA), die ihr Geld unter anderem von Coca Cola, einem der drei größten Zuckerverbraucher der Welt, und von Zyma Blaes, einem Fluortablettenhersteller erhält. 1985 fragten die Grünen im Bundestag bei der Bundesregierung nach, ob ihr von der Zuckerindustrie unabhängige Institutionen bekannt seien, die für Fluoridierung werben. Die Antwort war ein klares Nein."
(Wendt, S:228)

Das ist jetzt schon länger her, heute braucht keiner mehr Werbung für Fluoride zu machen, da es keine relevanten Gegenmeinungen mehr gibt. Heute werden Fluoride selber als Argument aufgeführt, um ein Produkt (Salz, Zahnpasta) zu bewerben. Heute kannst du ein Produkt mit Fluoriden aufwerten, ja wir haben schon reine Fluoridtabletten, die die Kinder automatisiert bekommen.

5.2 Gegenbeispiel

In der Süddeutschen Zeitung habe ich die Diskussion um Bisphenol A und die Erhöhung des Grenzwertes für die Abgabe von Plastik in Plastikflaschen, mitverfolgt.
Obwohl hier die Kräfte- und Finanzverhältnisse ebenfalls eindeutig zugunsten der Befürworter verteilt sind, findet ein offener Schlagabtausch in der Wissenschaft statt. Bei jeder Diskussion wird angemerkt, von wem die positiven Ergebnisse stammen.

5.3 Es muss also mehr sein.

Die Erklärungen, warum es bei den Fluoriden keinen nennenswerten wissenschaftlichen Widerstand mehr gibt, müssen also vielfältiger sein.
Ich trage mal ein paar Punkte zusammen:

(1) Als Wissenschaftler und Mensch wirst du auf der einen Seite schnell mal bereit sein, einen Saft positiv zu bewerten, da du weißt, dass das im Grunde nicht viel ausmacht. Umgekehrt, am anderen Ende der Skala, bei der Hormonabgabe von Plastik in Plastikflaschen, die die Babys bekommen, wirst du vorsichtiger sein. Und vom Schaden her sind die Fluoride vermutlich in der Mitte zwischen diesen beiden Enden angesiedelt.

(2) Fluoride können in die Zähne eingebaut werden. Das kann gemessen werden. Was das zu bedeuten hat, ist allerdings wieder eine andere Frage.

(3) Zu dem Zeitpunkt, als in der Vergangenheit die Fluoridgeschichte aufkam und eingeführt wurde, ging der Karies generell etwas herunter, was gemessen und den Fluoriden zugeschrieben wurde. Des Weiteren gab es damals im Forschungs- und auch Lobbybereich intransperentere Strukturen als heute.
Ich schrieb es schon irgendwo: Muskegon als Placebo-Kontrollstadt wurde fallen gelassen, nachdem der Karies dort ebenfalls herunterging. Das wäre heute ohne größeren Skandal, auch innerhalb der Wissenschaft, nicht mehr möglich.

Zwar haben wir heute also bessere Strukturen und eine transparentere Arbeitsweise, aber wir haben jetzt mit der Lehrmeinung zu kämpfen, die damals entstanden ist und sich etabliert hat. Und die beeinflusst die heutige Forschung natürlich.
Beispiel: Wenn du als Student etwas gegen die Lehrmeinung schreibst, muss es abgesicherter sein, als wenn du herausfindest, dass dein Versuch die Lehrmeinung bestätigt. Im ersten Fall wird jeder genauer hinsehen und im zweiten Fall wird der Prof die Arbeit relativ schnell abhaken. Wenn wir davon ausgehen, dass in Pro- und Contra-Fluoridarbeiten gleich viele Fehler sind, dann werden letztere öfter entdeckt.
Genauso wird jeder bei einem Versuch, der nicht das gewünschte Ergebnis bringt, also die Lehrmeinung bestätigt, überlegen, woran es gelegen haben könnte und etwas verändern oder schlicht einfach nur nochmal messen. Wohingegen nicht nochmal gemessen oder etwas verändert wird, wenn das gewünschte Ergebnis da ist. Ein negatives Ergebnis war einfach eine schlechte Zellauswahl, vielleicht besonders anfällige oder vorgeschädigte Zellen.
Insgesamt: Ein erwünschtes oder erwartetes Ergebnis wird nicht hinterfragt oder wiederholt, ein unerwartetes oder negatives schon und das macht einen Unterschied aus.

Vielleicht ist das Beispiel zu banal, jedenfalls ist aber klar, dass die Lehrmeinung durchaus einen erheblichen Einfluss hat. Und es geht hier auch nicht darum, dass ich sagen will, es traut sich keiner gegen die Lehrmeinung zu schreiben, das ist Quatsch. Aber sie ist ein weiterer Faktor unter mehreren Faktoren, der zu einer fehlerhaften Einschätzung der Fluoride führt.

(4) Strippel führt in seinem Buch auf S: 164 weitere unbewusst wirkende Mechanismen auf:

Die Vernachlässigung grundlegender Forschungsregeln [Er führt Beispiele auf: Selbstselektion, unzulängliche Kontrollgruppenbildung, Probandenausfälle], dürfte auf den Wunsch zurückzuführen sein, Erfolge zu produzieren und zu publizieren. Positive Ergebnisse werden in Zeitschriften auch tatsächlich einfacher und weitaus häufiger veröffentlicht als negative (Publication bias).
Karies als chronische Krankheit erfordert einen langen Beobachtungszeitraum und das bringt zwangsläufig erhebliche Probandenverlustraten mit sich. [...]
Überdies beachten viele Autoren nicht den Unterschied zwischen der Wirksamkeit einer Intervention unter idealen Bedingungen, wie sie bei einer klinischen Studie vorliegen und der Wirksamkeit einer Intervention unter den Bedingungen der täglichen durchschnittlichen Praxis, wenn sie mit hoch motiviertem Personal und großer Konsequenz klinische Studien durchführen und daraus dann verallgemeinernde positive Aussagen ableiten.


(5) Fehlende moderne Studien (Langzeit, Placebokontrolliert, Doppelblind, Übersicht)
Zwei große allgemeine medizinische Ansichten wurden in der letzten Zeit widerlegt. Die eine war der Nutzen der synthetischen Vitamine für den Menschen, widerlegt durch eine dänische Übersichtsstudie. Und die andere war, der Nutzen der Hormone in den Wechseljahren der Frau, widerlegt durch eine breit angelegte Langzeitstudie in den USA.
Frauen bekommen diese, bis vor Kurzem regelmäßig gegebenen, Hormone jetzt nicht mehr, worauf inzwischen schon die Brustkrebsrate gesunken ist, wie sich in der Süddeutschen vom 18.04.07 oder der Welt vom 20.04.07 nachlesen lässt.
Hörst du aber irgendwo vom Sinken der Sterblichkeit bei Brustkrebs, was gerne erwähnt wird, heißt es sofort: Bessere Früherkennung und effizientere Therapien. Davon, dass heute einfach Krebs entdeckt und behandelt und dann als geheilt gezählt wird, der zu keinem Problem geworden wäre oder von dem beschriebenen Hormoneffekt, steht da nie etwas. Die Medizin schafft Mythen über ihre Effektivität, an die alle glauben, weil sie so oft wiederholt werden. Oder wie Ivan Illich das formuliert hat:

"Eine Ehrfurcht erweckende medizinische Technik und egalitäre Rhetorik wirken zusammen, um die gefährliche Täuschung hervorzurufen, die heutige Medizin sei höchst effektiv." (Illich, S:21)

Und am Ende des Tages ist dann jeder Mediziner dazu bereit, seine Hand dafür ins Feuer zu legen, dass Fluoride eine sagenhafte Wirkung entfesseln.

Anlässlich des Erscheinens der dänischen Übersichtsstudie zu den Vitaminen wurde in der Süddeutschen Zeitung ein Interview mit dem Cochrane-Zentrum in Freiburg geführt:

Wieso werden wieder vermeintliche medizinische Gewissheiten als falsch entlarvt? Ein Interview mit Gerd Antes vom Cochrane-Zentrum in Freiburg, das die Güte medizinischer Studien bewertet. […]
SZ: Zu vielen Fragen gibt es Hunderte Studien. Warum fällt erst so spät auf, dass zum Beispiel Hormone in den Wechseljahren mehr schaden als nutzen oder dass Vitaminzusätze nicht nur nichts nutzen, sondern das Leben verkürzen können?
Antes: Studienergebnisse sind aus diversen Gründen oft widersprüchlich. Aus den Studien wird dann willkürlich ausgewählt, um falsche Gewissheiten zu zementieren. Versucht man, alle Fehlerquellen zu berücksichtigen und Daten systematisch anzuschauen, werden solche Irrtümer offengelegt. Die dänische Vitamin-Studie ist ein Beispiel dafür.
SZ: Warum passiert das so selten?
Antes: Viele Studien geben die Hersteller in Auftrag. Diese Einzelstudien müssen aber bewertet und in Übersichtsarbeiten zusammengefasst werden.
SZ: Was sind die Anforderungen an eine gute Übersichtsarbeit?
Antes: Systematisch werden weltweit alle für das Thema relevanten Studien gesucht und auf ihre Qualität geprüft. Dann werden die methodisch besten zu einer Gesamtaussage zusammengefügt.
SZ: Wie erkennen Laien, was stimmt? Studien verunsichern viele Leute.
Antes: Hier sind Ärzte, Apotheker und Medien gefordert, über fehlenden Nutzen und mögliche Gefahren aufzuklären. Übersichtsarbeiten wie die vorliegende sind dazu unentbehrlich.
SZ: Die Industrie hat daran verständlicherweise wenig Interesse.
Antes: Ja, viele Studien werden nie veröffentlicht, weil sie nicht die erwünschten Ergebnisse liefern. Eine Folge davon ist, dass die Übersichtsarbeiten oft sogar noch ein zu positives Bild von den Wirkungen und Nebenwirkungen zeichnen, weil sie nur die veröffentlichten positiven Ergebnisse einbeziehen können.
(sueddeutsche.de, 22.03.2007)


Aus einem anderen Artikel der Süddeutschen vom Tag zuvor:
"In Laborstudien und Experimenten werden gelegentlich positive Wirkungen der Vitamine im Reagenzglas, auf Zellkulturen oder im Tierversuch beobachtet. Diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht ungeprüft auf den Menschen übertragen. Die unkritische Gleichsetzung von Laboruntersuchungen und Studien an Menschen hat schon oft enttäuschende Ergebnisse geliefert. In methodisch guten Untersuchungen an der Durchschnittsbevölkerung wurden bisher keine positiven Wirkungen der Zusatzpräparate festgestellt."
(Sueddeutsche.de, 21.03.2007)

6. Wikipedia zu Fluoriden

Wikipedia zu Fluoriden:
Kontroversen gibt es auch zwischen Befürwortern (beispielsweise Detailfragen zwischen Kinder- und Zahnärzten und innerhalb einer Behörde, z. B. beim Bundesgesundheitsamts: 1982 noch dagegen, nach dem Wechsel eines Abteilungsleiters dafür. Die Salzfluoridierung wurde im Oktober 1983 vom damaligen Gesundheitsministerium noch abgelehnt, 1991 wurde sie eingeführt. Gelegentlich ändert sich auch die persönliche Überzeugung, wenn man sich intensiver mit dem Thema befasst: der vormals prominenteste kanadische Verfechter der Fluoridierung, der Zahnarzt Dr. Hardy Limeback, Universität Toronto, spricht sich inzwischen ausdrücklich gegen die Trinkwasserfluoridierung aus. Zusammen mit über 1.700 Experten unterzeichnete er im August 2007 eine Petition, in der der Stopp der Trinkwasserfluoridierung und eine Untersuchung durch den US-Kongress gefordert werden
(Wikipedia, Fluoridierung)

Die zeitliche Abfolge:
1937: erstes internationales Zuckerabkommen auf Regierungsebene (s.o.); die zahnärztliche Forschung im USPHS wird ausgebaut, der Fluorideinfluss auf die Häufigkeit von Zahnkaries wird in den Vordergrund gestellt. Ein Team besucht die texanischen Städte Amarillo (ca. 4 ppm) und Wichita Falls (0.4 ppm F-) für statistische Übungen. Bunting wird als neuer Dekan der zahnmedizinischen Fakultät der Uni Michigan zur Schreibtischarbeit verbannt, sein Assistenzprofessor Philip Jay übernimmt die Forschung und fungiert als Berater des USPHS.
1940: Auf die Einsicht, dass eine kausale Kariesprävention durch Reduktion des Zuckerkonsums aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen ist (Jay, s.o.), folgen erste Fluoridierungsversuche: In Escanaba (Michigan) und Garretsville (Ohio) werden Wasserquellen mit erhöhtem Fluoridgehalt (1,7 ppm) erschlossen und deren Wasser mit Wasser aus bestehenden Quellen gemischt um einen Fluoridgehalt von 0,7 ppm zu erreichen. Nach zwei Jahren ist noch kein Einfluss auf die Karieshäufigkeit unter den Bewohnern nachzuweisen, trotzdem laufen bald Vorbereitungen für die ersten Versuche mit künstlichem Fluoridzusatz an.
1942: Trendley Dean und Philip Jay stellen ihre statistischen Untersuchungen in 21 Städten vor, wonach der Kariesbefall bei Kindern mit zunehmender Fluoridkonzentration des Wassers sinken soll. Diese Arbeiten werden später heftig kritisiert.
1945: Beginn der ersten Fluoridierungsversuche in den US-Städten Grand Rapids (Michigan) und Newburgh (New York), sowie in Brantford (Ontario, Canada). Nach Ende des Krieges besucht Trendley Dean mehrere deutsche Städte für zahnmedizinische Untersuchungen.
1948: David B. Ast, Initiator des Newburgh-Versuchs, und Henry Klein (USPHS) besuchen europäische Städte um dem American Jewish Joint Distribution Committee ein Bild von der zahnärztlichen Versorgung zu vermitteln. Beide versorgen ihre europäischen Kollegen mit Fluorid-Literatur.
1949: In Deutschland wird der Deutsche Ausschuss für Jugendzahnpflege gegründet, innerhalb dessen ein Jahr später sich eine „Deutsche Fluorkommission“ bildet (mit dem späteren ORCA Mitgründer H. J. Schmidt).
1950: Unter dem Druck durch Agitatoren aus Wisconsin spricht der USPHS vorzeitig eine offizielle Empfehlung der Trinkwasserfluoridierung aus und begünstigt so deren rasche Verbreitung in den USA.
1951: „Fluor-Großaktion im Land Hessen“ durch Verteilung von Fluorid-Pillen an Schulkinder. „Die Gesamtkosten ... werden teilweise von amerikanischer Seite getragen“. Auf der Jahresversammlung der State Dental Directors gibt der Vertreter aus Wisconsin seinen Kollegen Ratschläge, wie man autoritär, ohne lange Diskussion, die Fluoridierung an den Mann bringt.
1952: Zwischen Deutschland und den USA erfolgt ein reger Austausch von Zahnärzten für Studienbesuche. Am 2. Dezember 1952 beginnt in Kassel-Wahlershausen der erste deutsche Trinkwasserfluoridierungsversuch, auf Betreiben von Prof. Hornung. Schon nach kurzer Zeit erfordert die Apparatur eine Instandsetzung.
1953: Zucker-, Getränke- und Fluorindustrie gründen die Arbeitsgemeinschaft für Fluorforschung und Kariesprophylaxe ORCA.
1962: Beginn der Trinkwasserfluoridierung in Basel
1967: Der Bundesverband Deutscher Zahnärzte schließt mit der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker ein Abkommen auf gegenseitige Unterstützung, bekannt als „Süßes Gespräch“.
1971: Die Fluoridierungsanlage in Kassel wird auf Beschluss des verantwortlichen Ministeriums endgültig abgestellt als Ergebnis „gesetzlicher und gesundheitlicher Erwägungen“.
1976: Der Deutsche Bundesverband der Zuckerindustrie, die Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarindustrie CMA und die Arbeitsgemeinschaft Zucker der Verbände zuckerverarbeitender Betriebe zur Absatzförderung gründen den Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten IME. Er soll die Mundhygiene und Fluoridierung in der Kariesvorbeugung fördern.
1984: In Berlin wird versucht, die Trinkwasserfluoridierung einzuführen. Der Versuch scheitert am Widerstand der Bevölkerung. Doch Senator Ulf Fink setzte sich nun für eine Gesetzesänderung über den Bundesrat ein, um die Fluoridierung von Kochsalz zu ermöglichen.
1991: In Deutschland ist fluoridiertes Kochsalz erhältlich und beginnt den Markt zu erobern.
1992: In einem Dorf in Alaska kommt es aufgrund eines Defekts in der Trinkwasseraufbereitungs-Anlage in der Bevölkerung zu Fluorid-Vergiftungen und einem Todesfall.
2003: In Basel wird die Trinkwasserfluoridierung eingestellt.

(Wikipedia, Fluoridierung)

Ein weiterer Grund gegen Fluoride ist der Folgende. Der Zahn wird zerstört, ohne dass man es mitbekommt:
Durch den weitverbreiteten Gebrauch von Fluoriden beobachtet man heutzutage das Phänomen der „verborgenen Karies“. Kleine Kavitäten in den Fissuren oder Zahnzwischenräumen breiten sich in Richtung des Dentins aus, ohne zu einer nennenswerten Schädigung der Schmelzschicht zu führen. Dadurch bleibt lange Zeit bei flüchtiger Untersuchung der Eindruck eines gesunden Gebisses. Röntgenaufnahmen sind inzwischen eine zuverlässigere Diagnosetechnik. (Wikipedia, Karies)

7. Weiteres

Aus einem Artikel vom 25.06.2012 bei welt.de, der beschrieb, was in der modernen Medizin als überholt gilt.

Kaum noch Fluoridtabletten

Babys, Kindern und auch Schwangeren wurden vor etlichen Jahrzehnten Fluoridtabletten zur Vorbeugung gegen Karies empfohlen. In der Regel unnötig heißt es dazu heute lapidar. Denn die wenigen Studien, die den ärztlichen Rat prüften, kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen. Nicht immer beugten Lutschtabletten, wie sie damals angepriesen wurden, Karies wirksam vor.

"Sie wirken äußerlich und schützen damit nur die Zahnoberfläche vor Karies", sagt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Ehemalige Fluoridkinder haben im Schnitt weniger Löcher, aber wenn doch, dann häufig tief gehende innen liegende Zahnfäulnis.

Da Fluoride heutzutage in Salz, Mineralwässern und Zahncremes stecken, sind spezielle Tabletten bei Kindern unter sechs Jahren meistens überflüssig. Eine Überdosis birgt sogar die Gefahr einer Fluorose, bei der dauerhaft weiße Flecken die Zähne entstellen. Die Verfärbungen sind zwar nicht gefährlich, aber eben ein Schönheitsmakel. (Was in der modernen Medizin als überholt gilt)


Die Stellungnahme des Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer ist auch unter dem Aspekt interessant, dass es oben noch hieß, dass es 300.000 Untersuchungen gibt, die die kariesprotektive Wirkung von Fluoriden beweisen. Im Falle der Fluoridtabletten, die jahre-, wenn nicht jahrzehntelang verschrieben worden sind, schrumpfen diese jetzt auf wenige Studien mit widersprüchlichen Aussagen zusammen.