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Karies und Ernährung

Es ist zahnmedizinisch gesichert und es wurde bereits gesagt: Kleine Karieslöcher können wieder verheilen.
Sie tun es häufig genug natürlich nicht, aber das ist auch kein großes Wunder, da die Ernährungsgewohnheiten, die ja erst zu der Entstehung des Karies geführt haben, nicht geändert werden, nachdem der Karies festgestellt wurde.
Dass Karies dann trotzdem hin und wieder noch verheilt, zeigt nur, wie klein der Schritt tatsächlich ist, der gemacht werden muss, um Karies sicher zum Verheilen zu bekommen.

Der Knackpunkt hier ist: Der Zahn muss einfach nur mehr Zeit zur Regeneration bekommen.
Und zwar, logischerweise, Regeneration vom Hauptverursacher des Karies, dem Zucker. Der Zahn darf einfach nicht mehr so oft mit Zucker in Kontakt kommen und dann erledigt sich der Rest von alleine.
Bei Sensodyne wird in vier oder fünf Punkten auf der Website beschrieben, wie es unter Umständen möglich ist, dass sich anfänglicher Karies zurückbildet. Die Ursache wurde aber nur am Rande berührt und deswegen wird sich für alle, die es versucht haben, die Umsetzung schwierig gestaltet haben.
Mehrere gezieltere Änderungen bewirken das Ganze aber effektiver.

1. Zuckerkontakt mit den Zähnen

Der entscheidende Punkt beim Zucker ist erstmal nicht der Zucker, sondern der Kontakt des Zuckers mit den Zähnen.

Zwischen der Entstehung von Karies und der Gesamtmenge des verspeisten Zuckers besteht kein direkter Zusammenhang. Entscheidend ist die Kontaktzeit eines Lebensmittels mit der Zahnoberfläche und die Konsistenz der Speise - z. B., ob sie klebrig ist.
(Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik)

Der Kontakt von Fabrikzuckern mit den Zähnen muss also verringert werden. Das ist nicht ganz so schwierig, wie es sich anhört. Viele Nahrungsmittel, die wir essen, beinhalten keinen Fabrikzucker und sind damit also unproblematisch. Als da wären zum Beispiel: rohes Obst, Gemüse, Kartoffeln, viele Chipsarten, Getreide und selbst Weißmehl.
Ebenfalls unschädlich für die Zähne sind alle Eiweiße und Fette wie Käse, Milchprodukte, Fleisch, Fisch oder Nüsse.

Die zuckerhaltigen Getränke und Nahrungsmittel müssen irgendwie an den Zähnen vorbeigeschleust werden.

(1) Zuckerhaltige Getränke
Zuckerhaltige Getränke wie Softgetränke sollten so getrunken werden, dass die Cola nun nicht jeden Zahn umspült und passieren muss, bevor sie heruntergeschluckt wird. Kinder lässt man mit einem Strohhalm trinken.

Eine Sonderrolle spielen hier die Obstsäfte. Bei Softdrinks ist jedem, aufgrund des hohen Zuckergehaltes klar, dass sie nicht gut für die Zähne sind. Bei Obstsäften nicht.
Wenn das Obst selber für die Zähne auch ungefährlich ist, so ändert sich die Situation bei den industriell hergestellten Obstsäften, selbst wenn sie aus 100 % Frucht bestehen, da der Zucker in gelösten Anteilen vorliegt.
Bei Apfelsaft wussten 51% der Befragten nicht, dass er schlecht für die Zähne ist. Dies ergab eine Umfrage, die in dem Buch von Strippel aufgeführt war. Hier empfiehlt es sich ebenfalls, die Obstsäfte vorsichtig zu trinken oder eben mit Strohhalm.

Generell sollte überlegt werden, Obst- und Softgetränke stark zu reduzieren bzw. ganz wegzulassen und sie durch Tee oder Mineralwasser oder ähnliches zu ersetzen.
Im Blog zahnfilm.de werden besonders Apfelschorle, aber auch weitere Obstsäfte für Karies verantwortlich gemacht:

Eine nette Patientin im zarten Alter von 21 Jahren kommt regelmäßig zur Untersuchung. Bis heute ohne wirkliche Vorkommnisse, so gut wie keine Füllungen. Heute aber schaue ich mir die 6 er im Unterkiefer an, und mir gefällt die Farbe Richtung 7er nicht. Die Bißflügelaufnahme bestätigt meinen Verdacht: eine fette Interdentalkaries von distal. Und wie sollte es anders sein: Die Apfelsaftschorle hat wieder zugeschlagen. Riesige Matsche innerhalb kurzer Zeit an mehreren Zähnen ist so gut wie sicher immer die "natürliche" Zucker/Säuremixtur, Apfelsaftschorle genannt, schuld.
(Wieder ein Apfelsaftschorlen-Opfer)

Bei Zigaretten steht unmißverständlich drauf, welche Folgen beim fortgesetzten Konsum passieren können. Deshalb gehören auf Apfelsaft, Multivitaminsaft und Verdünnungen davon mit Wasser (Schorlen) ebenfalls Warnungen auf die Packung, welche Folgen passieren werden. Die Wahrscheinlichkeit von massiver Karies beim Saftmißbrauch ist viel höher, als von Krebs beim Zigarettenrauchen. Natürlich sind die Folgen von Krebs nicht mit denen zu vergleichen, die durch Karies entstehen. Aber die so verursachte Karies ist so überflüssig wie ein Loch im Kopf. Der Verbraucher muss eine Chance haben, zu erfahren, was er sich antut. Ungeschminkt und realistisch. Statt farbenfroher Äpfel kaputte Zähne auf die Packungen. Das ist zu fordern. Die Röntgenaufnahme hier stammt von einem 14-Jährigen. Schuld ist diesmal sogenannter "Multivitaminsaft" = also ein Cocktail aus Wasser, Zucker, Zitronensäure und irgendwelchen chemisch erzeugten Vitaminen. Der 47 hat jetzt eine Karies bis zur Pulpa, obwohl der Zahn erst 2 Jahre lang im Mund ist. Das nenne ich pervers.
(Multivitaminsaft mordet Zähne)

Von diesen Materialien [...] überleben nur die Kunststoff-modifizierten Glasionomerzemente eine Lagerung in Apfelsaft oder Orangensaft über 1 Jahr. Die reinen Glasionomerzemente lösen sich - wie auch Schmelz und Dentin - in den Säften komplett auf. Das gilt nicht für Coca-Cola. Darin löst sich der GIC nicht auf, sondern verliert nur an Oberflächenhärte. Das gleiche gilt für Schmelz und Dentin. Die Studie dazu ist hier.
Damit bestätigt sich einmal mehr die Gefährlichkeit von Obstsäften in Bezug auf Zähne und Füllungsmaterial. Erst allmählich wird klar, dass der pH Wert und die reine Zuckerkonzentration eben kein Anhaltspunkt für die Auflösungseigenschaften der Getränke darstellt. Gefährlich sind ganz offensichtlich die spezifischen organischen Säuren in den Säften. Diese haben eine andere Qualität als die beispielsweise in Coca-Cola verwendete Phosphorsäure.
(Apfel- und Orangensaft machen Füllungsmaterial komplett platt)

(2) Zuckerhaltige Speisen
Bei zuckerhaltigen Speisen ist es schwieriger. Die Bandbreite reicht von Eis, welches völlig ohne Kontakt mit den Zähnen gelutscht werden kann, über Kuchen, der zuerst mit der Gabel zerkleinert und anschließend ebenfalls moderat gekaut werden kann, bis hin zur harten Schweizer Schokolade oder Storck-Riesen. Letzteres sollte, bei bereits vorhandenem Karies, nun wirklich nicht mehr gegessen werden.

Noch schlechter für die Zähne, als ein hoher Anteil von Zucker in einem Nahrungsmittel, ist, wenn das Nahrungsmittel klebrig und süß ist. Bei der oben genannten Umfrage wussten 54% der Eltern nicht, dass Müsli Riegel schlecht für die Zähne sind.
Zu diesen süßen und klebrigen Nahrungsmitteln zählen auch die Trockenfrüchte wie getrocknete Pflaumen, Datteln oder Bananen, aber auch Honig.
So sagt auch Dr. Schnitzer, es geht darum, sie (die Trockenfrüchte) so die Zähne passieren zu lassen, dass dort kein örtlicher Schaden entsteht. (Siehe Schnitzer, S:115)

Mit Zucker ist hier immer das gemeint, was wir landläufig unter Zucker verstehen, also der raffinierte Zucker oder Fabrikzucker.
Am Ende werden natürlich alle Kohlehydrate in einfache Zucker abgebaut und wir könnten sogar generell zu allen Kohlehydraten Zucker sagen, aber das ist nicht das, was landläufig unter Zucker verstanden wird.
Hier gemeint ist also: Haushaltszucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker.
Dieser Zucker wird in Nahrungsmitteln ausgezeichnet mit: Fruchtzucker, Fructose, Glucose, Maltose, Dextrose, Malzextrakt oder Saccharose.

Die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel sind in der Reihenfolge ihrer Mengenanteile aufgeführt. Der Inhaltsstoff mit dem größten Anteil wird zuerst genannt. Man sollte also bei vorhandenen Zahnproblemen vorsichtig sein, wenn einer der eben genannten Zucker weit vorne steht.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen den von der Industrie veränderten, einfachen (raffinierten, kurzkettigen, isolierten) Zuckern, die sofort löslich sind und zwischen allen anderen Lebensmitteln, insbesondere denen, die noch nicht industriell verändert wurden.
Auch wenn man letztlich, mit einem geeigneten Versuchsaufbau, natürlich jedes Lebensmittel für Karies verantwortlich machen kannst, wie wir es gesehen haben.

Hier, bei der örtlichen Einwirkung im Munde, besteht ein starker Unterschied zwischen den unlöslichen (komplexen) Kohlenhydraten, also Stärken und Auszugsmehlen, die erst von Verdauungsfermenten und von Bakterien langsam in Zucker aufgespalten werden müssen, um Wirkungen zu entfalten - und den löslichen Kohlenhydraten, den Zuckern, die sofort im Munde in eventuell hoher Konzentration verfügbar sein können. (Schnitzer, S:150)

Generell kann überlegt werden, den einen oder anderen Zucker durch Xylit zu ersetzen. Wikipedia beschreibt die sogenannten Turku-Zuckerstudien, die eine starke Reduktion von Karies bei Ersetzen des Zuckers durch Xylit festgestellt haben. Xylit troknet den Karies aus:
Diese Effekte werden dadurch erklärt, dass die kariogenen Streptococcus mutans das Xylitol nicht verstoffwechseln können und damit absterben. Weiterhin werden sie auch daran gehindert, als Plaquebakterien an der Zahnoberfläche anzuheften. [...]
Darüber hinaus regt Xylitol die Speichelproduktion an und fördert die Bildung von Komplexen mit Calcium und Speicheleiweißen in der Mundhöhle, was zu einer Remineralisation von Zahnhartsubstanz führt.
(Wikipedia - Xylit)

Extra deswegen regelmäßig Xylit-Kaugummis zu kauen, um eine Anti-Karies-Wirkung zu erzielen, würde ich aber keineswegs empfehlen. Als gewisses Ersatzmittel ist Xylit sicherlich gut, aber auch in den Studien gab es nur einen starken Kariesrückgang und nicht: keinen Karies mehr. Der Organismus regelt alles selber, weniger extra Mittel und nicht mehr ist die Lösung.

(3) Das Frühstück
Zusätzlich sollte noch die für die Zähne schlechteste Mahlzeit des Tages geändert werden.
Die schlechteste Mahlzeit des Tages ist das Frühstück.
Wenn die wertlose Pampe aus Marmelade, Honig, Nutella, zuckerhaltigem Industriemüsli und Weißbrot morgens ordentlich durchgekaut wird, dann ist das ein Fest für jeden Karies.
Auch für das Allgemeinbefinden hat das Zeug keinen Wert, wenn man von den Kalorien absieht. Allerdings sind zu wenige Kalorien nicht das Problem, welches wir westlichen Länder im Moment haben.
Eine Änderung dieser Mahlzeit könnte so aussehen, dass stattdessen auf das Frühstück verzichtet wird oder 2-3 Stücke Obst oder ein Käsebrötchen, also zahnfreundlichere Nahrung, gegessen wird.

2. Wikipedia

Was Wikipedia schreibt, ist so schlecht nicht. Auch hier wird ganz klar der einfache Zucker, auf dessen Reduzierung die ersten drei von mir angegebenen Maßnahmen zielen, benannt:
Niedermolekulare Kohlenhydrate (Zucker) sind das Problem, nicht die komplexen Kohlehydrate der Vollkornprodukte, Obst oder Gemüse.

"Diese Mikroorganismen produzieren aus niedermolekularen Kohlenhydraten organische Säuren, die den Zahn angreifen, indem sie die in der Zahnhartsubstanz vorhandenen Mineralien herauslösen. Zucker aus der Nahrung wird dabei zu Milchsäure abgebaut. Nur Mikroorganismen, die diesen Stoffwechselprozess beherrschen (azidogene Mikroorganismen) und in stark saurem Milieu überleben können (azidurische Mikroorganismen), vermehren sich dann weiter. Zahnbeläge von Personen, die viel und häufig Zucker konsumieren, haben deshalb eine andere Mikrobiota.
Von großer Wichtigkeit für die Zahngesundheit sind ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten (oder dem Trinken zuckerhaltiger Getränke), in denen der Speichel die Säuren neutralisieren und die angegriffene Zahnsubstanz remineralisieren kann. Es kommt also nicht so sehr auf die Menge des konsumierten Zuckers an, sondern vor allem auf die Häufigkeit oder Dauer des Zuckerkonsums. Eine über den Tag verteilte Dosis eines zuckerhaltigen Erfrischungsgetränkes erhöht das Kariesrisiko schon beträchtlich, da so dem Zahnschmelz die Regenerationsphasen genommen werden."
(Wikipedia, Karies)

Und zur Vorbeugung:
Die beste Möglichkeit, Karies vorzubeugen ist eine Beschränkung der Zuckeraufnahme. Dadurch wird die Veränderung der Mundflora in Richtung einer kariogenen Plaque verhindert.
(Wikipedia, Karies)

Insgesamt sollte also der Zuckerkonsum heruntergefahren werden.
Als Getränke sind Mineralwasser besser als Softgetränke und Milch besser als Kakao. Besonders Abends. Der Burger ist, zumindest für die Zähne, besser als der Kuchen.

3. Weitere Ernährungsänderungen

Wenn es über diese moderaten Ernährungsänderungen nicht gelingt, den Karies zurückzudrängen, dann muss mehr gemacht werden.

Es gibt zwei Regler, an denen weiter gedreht werden kann.

(1) Der erste Regler ist das Fasten. Dieser Regler hat, um bei dem Bild zu bleiben, drei Einstellungen: Nicht fasten, was natürlich der Normalfall ist, einen Tag in der Woche fasten und zwei Tage hintereinander in der Woche fasten. Wobei das Letzte natürlich wirklich viel ist. Der Vorteil beim Fasten ist: Weil der Organismus von der Nahrungsverwertung völlig entlastet wird, kann er sehr effektiv Aufräumprozesse durchführen.

(2) Der zweite Regler ist die Erhöhung des Rohkostanteils in der Ernährung. Den maximalen Anschlag würde ich bei einem Rohkostanteil von 50% sehen.
Bei Rohkost gibt es zwei Möglichkeiten: Obst und Gemüse.
Rohes Obst ist einfach. Man isst einfach zum Beispiel statt des Frühstücks ein paar Stücke Obst. Etwas aufwendiger ist rohes Gemüse, was als Rohkostsalat gegessen werden kann.
Diese Gemüsesalate sollten möglichst einfach gehalten werden, nur die rohen Gemüse oder Salate und einige Gewürze. Es empfehlen sich Rohkostsalate wie Dr. Schnitzer sie vorschlägt. Sie schmecken gut und sind einfach und schnell zubereitet. Es werden zumeist 2 Gemüse- oder Salatsorten zusammen gemischt.
Salate werden mit einem einzelnen kaltgepressten, naturbelassen Öl wie Oliven- oder Distelöl und vielleicht etwas Zitrone oder Grapefruit und Basilikum abgeschmeckt. Gemüse und Tomaten/Gurken werden gewürzt mit weißem Pfeffer, Muskatnuss für Blumenkohl oder einem ähnlich einfachen Gewürz.
Das sieht farblich alles gut aus, ist roh und wird durch die Zubereitung kaum verändert.

Prinzipiell braucht man dazu keine weitere Anleitung, man kauft einfach 2 Gemüse, mischt sie zusammen, haut ein Gewürz drauf und fertig.
Wer dennoch Anregungen sucht, findet zahlreiche Zubereitungs-Vorschläge mit Bildern im Buch: "Schnitzer-Intensivkost Schnitzer-Normalkost".
Kurze Zubereitungstipps für die Gemüsesalate finden sich auch im "Schnitzer Report" auf S:465 oder im "Kursbuch der gesunden Ernährung" auf S:24-26.

Ein 50%-Rohkostanteil in der Ernährung würde also, bei 4 Mahlzeiten am Tag, zwei Rohkostsalate (oder einen Rohkostsalat und eine Obstmahlzeit) und zwei bisherige Mahlzeiten bedeuten.
Das Ganze könnte damit so aussehen: Morgens: Obst; Mittags: wie immer; Kaffee: Rohkostsalat; Abends: wie immer.
Oder, wenn man nachmittags auf der Arbeit Kaffee trinkt und nicht auf das Beisammensein dort verzichten will: Morgens: Obst; Mittags: wie immer; Kaffee: wie immer; Abends: Rohkostsalat.



Anmerkungen

(1) Neben den wesentlichen Büchern des erwähnten Dr Weston Price und den Büchern von Dr. Schnitzer, ist Mitte 2008 ein Buch von Ramiel Nagel in den USA erschienen, welches nach den Amazon Reaktionen zu urteilen, auf eine breite Resonanz stößt.
Gelesen habe ich das Buch nicht, aber nach dem, was ich über das Buch gehört habe, verzichtet der Autor auf Fasten, ist dafür aber in den Ernährungsvorschriften radikaler als ich.
(Cure Tooth Decay: Heal And Prevent Cavities With Nutrition)


(2) Selbst wenn man alle diese Maßnahmen nicht anwendet, so gilt für den Karies im Erwachsenenalter:
Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass
- es im Erwachsenengebiss typischerweise nur sehr langsam fortschreitende Karies gibt, sie also für 1 mm tatsächlich Jahre braucht. Bei den Ausnahmen von dieser Regel handelt es sich regelmäßig um Fälle von Apfelsaftschorlen-Mißbrauch (oder Ähnliches).
- Der "Zahnnerv" (=Pulpa) erst dann in Gefahr gerät, wenn die Karies der Pulpa bis auf weniger als 0,5 mm nahe gerückt ist.
- eine Verlaufskontrolle mit Hilfe von bestimmten Röntgenbildern alle 2 Jahre objektiv dokumentieren würde, dass die Mehrzahl der Initialkariesstellen ("Minikaries") sich gar nicht verändert.

(Wie schnell ist Karies?)


(3) Caries sicca.
Eine ausgetrocknete alte Karies, die zum Stillstand gekommen ist wird Caries sicca bezeichnet.
Der Begriff Caries sicca bedeutet ausgetrocknete Caries die dunkel, alt und hart ist. Caries sicca ist eine zum Stillstand gekommene Karies. Die trockenen Zerfallsprodukte (Caries sicca) verfärben sich dunkelbraun bis schwarz (Caries nigra). Caries sicca bedeutet, eine durch Veränderung der Umgebungsbedingungen wie bessere Mundpflege, zum Stillstand gekommene Karies. Eine langsam und chronisch verlaufende Karies bezeichnet man als Caries tarda, eine Vorstufe der Caries sicca.

(Karies sicca, zahnlexikon)