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Das Zähneputzen

Putzt du dir die Zähne? Ja.
Hast du Karies? Ja.
Nun gut, dann würde ich sagen, naiv wie ich bin, Zähneputzen bringt nicht viel.

Natürlich wirst du jetzt einwenden, die Sache mit dem Zähneputzen würde funktionieren, wenn du "richtig" putzen würdest und "lange" genug und "oft" genug.
Und das ist der Trick an der Sache.
Die große Mehrheit der Menschen weiß, dass sie nicht "richtig" putzt, nicht "lange" genug und nicht "oft" genug, so dass sie Zähneputzen schon alleine deswegen nicht in Frage stellt. Sie wissen ja, warum es nicht funktioniert, sie machen etwas falsch. Aber wenn sie alles richtig machen würden, dann würden sie keinen Karies bekommen.
Denken sie.

Ich meine, wer putzt sich schon die geforderten 3 Minuten lang die Zähne? Die durchschnittliche Putzdauer von Kindern und Erwachsenen beträgt eine Minute. Von der Häufigkeit und der richtigen Zahnputztechnik haben wir da noch gar nicht geredet.

Ich hatte, vor meiner jetzigen Stelle, mehrere Jahre in einem größeren Konzern gearbeitet, so richtig mit Massen-Mensa. Ich habe niemals irgendjemanden nach dem Essen die Zähne putzen sehen. Damit haben wir für jeden im Konzern eine Erklärung, warum er Karies bekommen hat. Nämlich, er hat sich nicht oft genug die Zähne geputzt.

Wie viele Menschen kennst du, die sich nach dem Mittagessen die Zähne putzen? Irgendwo in der Kantine, auf dem Klo einer großen Firma? Ich kenne keinen.
Die aufgestellten Regeln sind völlig unpraktikabel, so gut wie keiner hält sich daran. Nicht einmal die, die sie vertreten, halten sich daran. Wie viele Zahnärzte oder Zahnarztheferinnen putzen sich in ihrer Mittagspause die Zähne?

Welchen Sinn macht es, Regeln aufzustellen, an die sich keiner halten kann? Selbst dann, wenn sie funktionieren würden, was sie jedoch nicht tun, wie wir gleich sehen werden.

1. Die Minderheit

Es gibt eine kleine Gruppe von Menschen, die wirklich sehr bemüht ist, etwas gegen ihren Karies zu tun und, die versucht, entsprechend richtig zu putzen und sich an alle Regeln zu halten.
Diese bekommen dann natürlich trotzdem Karies und der Zahnarzt sagt ihnen dann:
-Sie putzen nicht lange genug (3 Minuten).
-Sie putzen nicht oft genug (zweimal am Tag).
-Sie putzen nicht richtig (falsche Technik).

Wenn die Patienten penetranter werden, erhöht das medizinische System einfach die Anforderungen: Dreimal am Tag müssen die Zähne geputzt werden, nach jedem Essen müssen die Zähne geputzt werden, Zahnseide wird gefordert, Mundduschen.

Wenn es nicht mehr höher geht und der Patient bestätigt, dass er dies alles tut, wird sich auf die Technik der Ausführung konzentriert. Zum Beispiel die Technik der Zahnseideverwendung:

"Aber auch hier Vorsicht! Lassen Sie sich den Einsatz beim Zahnarzt zeigen, sonst kann der Schaden größer werden als der Nutzen." (Tacha, S:42)

Noch besser als Kritik geeignet ist die Zahnputztechnik.
Davon gibt es zum Glück mehrere, so dass alle deine Zähne ausgefallen sind, bis du alle Zahnputztechniken durchprobiert hast.
An Zahnputztechniken gibt es zum Beispiel die Rotationsmethode, die Stimulationstechnik, die Chartersmethode und die Vibrationsmethode.
Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Techniken ist beliebig kompliziert, so dass du dir niemals sicher sein kannst, wirklich alles richtig gemacht zu haben. Oder kannst du dir sicher sein, dass du wirklich alles richtig gemacht hast? Wohl kaum, sonst hättest du ja keinen Karies bekommen.

Das ist das Tolle beim Zähneputzen, selbst wenn man alles ganz genau so macht, wie es vorgeschrieben ist, so übersieht man doch immer noch eine Kleinigkeit, so dass die Zahnmedizin erklären kann, wo der Karies herkommt und es doch an einem selbst liegt und nicht an den Regeln.

Es läuft am Ende alles darauf hinaus, dass ein nach oben offenes, absurdes Regelsystem erfüllt werden muss, wenn du sicher Karies verhindern willst.

2. Keine Ironie

Zumindest der zweite Teil des letzten Unterkapitels war von mir anfangs eigentlich als Übertreibung und Ironie gedacht, um aufzuzeigen, wo alles hinführen wird, wenn man da mitspielt.
Aber das gibt es tatsächlich. Renate Sölden berichtet in ihrem Buch "Angst vorm Zahnarzt - und wie man sie überwinden kann" auf Seite 64 davon, dass ihr selbst bisher drei verschiedene Putztechniken beigebracht worden sind. Und weiter:

"Geputzt hatte ich meine Zähne auch immer. Aber, dass ich sie verkehrt geputzt habe, war natürlich möglich." (Soldan, S:25)

Oder im Gesundheitsforum bei jesus.de, in welches ich hin- und wieder reinsehe, schrieb jemand:

"Putze mit ner elektrischen Zahnbürste, benutze Zahnseide und Mundspülung. Zahnarzt konnte mir auch nicht weiterhelfen, meinte nur, ich müsse halt besser putzen. Aber NOCH gründlicher ist nicht möglich."

Mit anderen Worten, keinem kann auffallen, dass das Ganze nicht funktioniert.
Das System Zahnmedizin ist todsicher, irgendjemand stellt irgendwas im Labor fest und alle glauben daran, denn es wurde ja im Labor festgestellt.
Die anzuwendenden Regeln werden bei Bedarf so formuliert, dass sie immer weiter anwachsen. Damit ist jedem klar, warum Karies entstehen konnte, denn die Regeln zur Kariesverhinderung wurden ja nicht erfüllt.

3. Gefahren des Märchens

Die Mehrheit versucht es gar nicht erst, die Forderungen der Zahnmedizin nach mehrmals täglich Zähneputzen mit jeweils 3 Minuten zu erfüllen und findet sich mit Karies ab, weil sie ja nicht genug putzen. Oder: "Karies wird vererbt".
Allerdings gibt es doch auch die erwähnte kleinere Gruppe von Menschen, die versucht, den von dem medizinischen System aufgestellten Richtlinien nahe zu kommen und, die versucht, sich oft und richtig und gründlich die Zähne zu putzen. Vielleicht 3-mal am Tag, jeweils 3 Minuten lang.
Was ist mit denen?

Genau, die bekommen Zahnerosion. Denn:

Wer zu viel putzt, zerstört den Zahnschmelz.
Wenn oberflächlich schichtweise Zahnhartsubstanz abgetragen wird, sprechen Mediziner von Zahnerosion. Der schleichende Substanzverlust ist ein wachsendes Problem. "In den letzten zehn Jahren ist eine extreme Zunahme zu beobachten", sagt Brita Willershausen, Leiterin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde an der Universität Mainz. Zahnerosionen werden zu einer ernsthaften Konkurrenz des Zahnkillers Karies. [...] Bei der Dritten Deutschen Mundgesundheitsstudie wurden Schmelzerosionen bei mehr als zehn Prozent der 35- bis 44-jährigen Erwachsenen festgestellt, teilweise gingen sie bis ins Zahnbein (Dentin). Bei einer Schweizer Studie wurden sogar im Gebiss von mehr als 40 Prozent der Untersuchten im Alter von 46 bis 50 Jahren Erosionsschäden erkannt. Die Schneidekanten werden dünner, die Kauflächen flachen ab. [...]
Zahnerosion ist, anders als Karies, keine Folge schlechter Mundhygiene, im Gegenteil: Sie tritt häufig bei Menschen auf, die sich besonders gesundheitsbewusst verhalten, viel frisches Obst essen - und oft und gründlich ihre Zähne putzen. Nach dem Motto: "Viel hilft viel!" bürsten sie ihre Beißer vor dem Essen, nach dem Essen, morgens, mittags, und abends. (stern.de, 21.06.2007)


Das steigende Zahnpflegebewusstsein der letzten Jahrzehnte geht einher mit steigender Zahnschädigung. (Vergleiche Berg, S:72)

Zusammengefasst: Entweder du putzt dir wenig die Zähne, dann bekommst du Karies oder, du putzt dir viel die Zähne, dann bekommst du Karies und Zahnerosion.
Mit mehr Putzen, mehr Zahnseide, mehr Zahnpasta, mehr Zahnputztechnik, wird nur mehr desselben Übels erreicht.

4. Uneinigkeit im Märchen

"Das Zähneputzen wird zur wichtigsten Übung der Nation."
(Federspiel und Kirchhoff, S:136)

Die offizielle Linie der Zahnmedizin oder das, was bei uns ankommt zum Zähneputzen, wenn wir alles richtig machen wollen, ist doch ungefähr Folgendes:
"Dreimal Zähne putzen am Tag, direkt nach dem Essen."


Oft heißt es auch:
"Immer direkt nach den Mahlzeiten und direkt nach Süßigkeiten putzen."


Wir sollen also direkt nach dem Essen und vor allem direkt nach Süßigkeiten die Zähne putzen, damit die Nahrungsreste keinen Schaden an den Zähnen anrichten können.

Die Schweizerische Zahnärztegesellschaft:
"Die Zähne müssen unmittelbar nach jeder Hauptmahlzeit und zusätzlich nach jeder süßen Zwischenmahlzeit gereinigt werden." (Tacha, S:40)


Aber wenn wir uns dieses "direkt und unmittelbar nach dem Essen" putzen einmal ansehen, so gibt es durchaus viel, was einleuchtend dagegen spricht:
"Man sollte sich nie direkt nach dem Essen die Zähne putzen. Dann nämlich steigt der Säureanteil im Speichel, der Zahnschmelz ist jetzt besonders empfindlich. Die schmirgelnden Zusatzstoffe der Zahncreme und die mechanischen Kräfte der Zahnbürste, verbunden mit dem Kraftaufwand beim Putzen, können den Schmelz beschädigen. Nach ca. 30 Minuten ist meist der Säureangriff beendet [...] und das Putzen kann keine Schäden mehr verursachen." (Calamini 1997, S:56)


Doch falsches Putzen zur falschen Zeit kann dem Zahn richtig schaden: Wer auf ohnehin aufgeweichten Zähnen kräftig herumschrubbt, bürstet sich noch mehr Schmelz weg. Das nennt sich dann Abrasion und ist der mechanische Prozess; Erosion ist der chemische. "Wenn beides zusammenkommt, ist das ganz gefährlich", sagt Brita Willershausen. [...]
Nach dem Essen, so empfehlen Experten vielfach, sollte man deshalb mindestens eine halbe Stunde, besser noch eine Stunde warten, bis man sich die Zähne putzt. Sonst verstärkt Abrasion den Abbau zusätzlich. In der Wartezeit trägt Speichel zur Remineralisierung bei. Die darin enthaltenen Enzyme wirken auch puffernd, das heißt, sie können Säuren teilweise abwehren und die Zahnoberflächen schützend bedecken. (www.stern.de, 21.06.2007)


Tja, wenn du also deine Zähne sehr oft und immer direkt nach dem Essen putzt, hast du eine echt gute Chance, sie kaputt zu putzen.

5. Weitere Uneinigkeit im Märchen

Gucken wir uns als Nächstes das: "Dreimal Zähne putzen am Tag" an:

So gut wie jeder Zahnarzt und jede Internetseite sagt uns, mindestens zweimal am Tag die Zähne putzen. Am besten nach jedem Essen und besonders immer nach Süßigkeiten.
Jede Werbebroschüre der Krankenkasse und jede Apotheke erzählt uns:

"Die Reinigung der Zähne und Beseitigung der bakteriellen Beläge mit der Zahnbürste und Zahnseide sofort nach jeder Mahlzeit verhindert wirksam die Entstehung von Karies."


Das ist praktisch schon Allgemeinwissen der gesamten zivilisierten Menschheit.

Andererseits, wenn wir bei Wikipedia versehentlich unter Plaque nachsehen, so steht dort:
"Ein krankheitserregender Zahnbelag (Plaque) braucht 24 Stunden, bis er entsteht."


Dasselbe steht auch bei: www.net-lexikon.de:
"Plaque braucht 24 Stunden bis zu seiner Entstehung."


Und in dem Buch von Frau Calamini steht ebenfalls:
"Zahnbeläge brauchen mindestens 24 Stunden, um sich neu zu formieren, das heißt, zur Plaque zu werden." (Calamini, S:56)


Und jetzt frage ich mich natürlich als jemand, der am Tag noch andere Dinge außer der Zahnpflege zu erledigen hat, wenn Plaque 24 Stunden braucht, um sich neu zu bilden, welchen Sinn macht es dann, mehrfach innerhalb dieser 24 Stunden die Zähne zu putzen?

Auch nach der Schulmedizin reicht es, sich einmal am Tag die Zähne putzen, da Plaque, wie gehört, 24 Stunden zur Neubildung braucht. Nur scheinen das nicht alle in der Schulmedizin zu wissen.

6. Zusammenhänge

"Man hat den Leitsatz verkündet éreiner Zahn - gesunder Zahn' und hat gefordert, Zahnpflegestuben schon im Kindergarten einzurichten. So sehr solche Bestrebungen förderungswürdig sein mögen, so muss man sich doch dabei klar sein, dass sie das Kariesproblem nicht berühren. Manche Primitivstämme mit vollgesundem Gebiss, wie die Eskimos, betreiben keinerlei Zahnpflege. Auch wenn man gern zugibt, dass veränderte Umweltverhältnisse neue Maßnahmen erfordern, so lässt sich nirgends der Anstieg des Zahnverfalls mit dem Nachlassen der Zahnpflege in Verbindung bringen. Die Gefahr solcher Maßnahmen besteht im Ausweichen vor dem eigentlichen Problem auf Nebensächlichkeiten. Nicht viel anders verhält es sich, wenn man den Fluormangel als Schuldigen verurteilt. Da das sprunghafte Ansteigen der Karies nirgends mit einem Absinken des Fluorgehalts in der Nahrung oder im Wasser zusammenfällt, so kann hier kein ursächlicher Zusammenhang bestehen." (Haller, S:117)

"Wenn aber gesagt wird, dass das Zähneputzen das wichtigste Mittel gegen Zahnverfall sei, wird damit von den Hauptursachen abgelenkt." (Schnitzer S:84)


Ich habe vor Kurzem folgende Werbung einer Zahnzusatzversicherung im Fernsehen gesehen.
Dort wurde so ein Typ gezeigt, der das sagte, was wir alle wissen:

"Ich habe meine Zähne immer geputzt und trotzdem brauche ich jetzt Zahnersatz."

7. Eine Zahnputztechnik am Beispiel

Oben hatte ich ja schon mehrere Zahnputztechniken angesprochen.
Ich möchte jetzt die Beschreibung der kombinierten Roll- und Auswischtechnik, die ich in dem Buch von Berg gefunden habe, hier hereinstellen, weil das einfach zu komisch war:

"Für die meisten Menschen, das heißt gesunde Erwachsene und Kinder mit schon entsprechend ausgebildetem manuellem Geschick, wird die so genannte kombinierte Roll- und Auswischtechnik empfohlen. Zwar ist sie ist etwas schwierig zu erlernen, reinigt aber besonders effektiv, daher wollen wir sie hier ausführlich beschreiben. Setzen Sie den Bürstenkopf im Winkel von ca. 45° zur Zahnachse halb auf Zahn und Zahnfleischsaum an. Die Borstenenden reichen jetzt minimal unter die Zahnfleischgrenze. Drücken Sie die Bürste leicht an (Anpressdruck von ca. 200 g) und führen Sie kleinste Kreisbewegungen auf der Stelle aus. Damit lösen Sie lose und bereits verklebte Speisereste auf Zahnoberfläche und Zahnfleisch. Nach 3-4 Kreisbewegungen ziehen Sie den Bürstenkopf unter Zahnkontakt durch eine ausrollende Bewegung aus dem Handgelenk zur Zahnoberkante weg. Mit dieser ausstreichenden Bewegung wird der zuvor gelöste Belag (Plaque) endgültig entfernt. Setzen Sie die Bürste nun erneut auf dem Zahnfleischrand an und wischen zur Zahnkrone hin aus. Wiederholen Sie diese Auswischbewegung in einem Bereich von 2-3 Zähnen 5-6 Mal. Reinigen Sie so Abschnitt für Abschnitt. Ein systematisches Vorgehen erleichtert Ihnen die Arbeit und Sie sind sicher, keine Bereiche zu vergessen.
Wenn Sie beispielsweise links oben außen am letzten Zahn beginnen, arbeiten Sie sich langsam nach rechts hinten außen zum letzten Zahn vor. Wechseln Sie auf die rechte Zahninnenseite und setzen Sie auch hier den Bürstenkopf parallel zur Zahnreihe im Winkel von ca. 45° an. Wiederholen Sie die gleichen Bewegungen, wobei die Innenseite im Bereich Eckzahn zu Eckzahn mit senkrecht angesetztem Bürstenkopf geputzt werden sollte. Dies ermöglicht auch bei engem Kiefer eine gründliche Reinigung. Halten Sie den Bürstengriff möglichst senkrecht, dies schont Ihren Badezimmerspiegel. Links am Ausgangspunkt angekommen, reinigen Sie zum Schluss die Kauflächen der Seiten- und Backenzähne mit kleinen, kreisenden Bewegungen. Verfahren Sie im Unterkiefer ebenso." (Berg, S:16, bebildert)


Alles verstanden?

2.8 Die richtige Zahnpflege

Es macht durchaus einen gewissen Sinn, abends, vor dem ins Bett gehen, die Zähne kurz zu putzen. Alle Zahnreihen vom Zahnfleisch zum Zahn hin und natürlich abschließend oben auf den Zähnen.
Denn über Nacht, bzw. wenn wir schlafen, nimmt der natürliche Speichelfluss stark ab und reinigt so die Zähne nicht mehr gründlich von den Essensresten. Dort könnten sich jetzt Bakterien ansiedeln, was bei längerer Einwirkzeit Schaden an den Zähnen verursachen kann.
Des Weiteren enthält der Speichel auch Verdauungsfermente, die Nahrungsreste an Ort und Stelle verdauen können. Diese fehlen nachts ebenfalls. Es sollte also gewährleistet sein, dass über Nacht keine Essensreste an den Zähnen verbleiben.

"Was viele immer wieder falsch machen: Sie sägen mit der Zahnbürste an ihren Zähnen herum, als wären es Bäume. Achtung: Jede horizontale Putzbewegung der Zahnbürste an den Außen- oder Innenflächen der Zähne führt bereits nach kurzer Zeit zu ausgedehnten Schäden an Zähnen und Zahnfleisch! Mit der horizontalen Putzmethode liegen sehr bald blanke Wurzeloberflächen frei, deren relativ weiche Konsistenz den Borsten und der Zahncreme ebenfalls nicht lange standhalten kann. Die Zahnbürste sägt sich so innerhalb meist weniger Jahre in Richtung Zahnnerv vor, und die Zähne werden überempfindlich und erst recht kariesanfällig." (Riedel, S:189)


In einem Zahnbuch habe ich mal eine Aufstellung gesehen, was man sich für die Zähne alles anschaffen sollte: Zahnbürsten, Zahnpasta, Sanduhr (zum Stoppen der Zahnputz-Zeit), Zahnzwischenraumbürsten, Zahnseide, Zahnfleischstimulatoren, Zahnstocher, Zahnkaugummis, Mundspiegel, Färbetabletten, Munddusche, Mundspüllösung und Wattestäbchen.
Und durch die moderne Technologie kommt noch immer etwas Neues hinzu.

Wenn man sich das alles zulegt, kann man sich den ganzen Tag mit seinen Zähnen beschäftigen und bekommt trotzdem Karies. Eine tolle Sache.

9. Fazit

Zähneputzen beseitigt Plaque, und wenn man sich nicht die Zähne putzt, bekommt man Karies. Allerdings bekommt man auch Karies, wenn man sich die Zähne putzt. Vielleicht bekommt man aber mehr Karies, wenn man sich nicht die Zähne putzen würde?
Tja, wer weiß das schon.
Das ist das Gute, egal was man macht, man kann immer sagen, wenn man es nicht gemacht hätte, wäre es jetzt noch schlimmer.
Und so wird es ja auch gemacht, beim Karies und beim Zähneputzen.
Und bei den Fluoriden.
Aber das ist ein anderes Kapitel.