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Zahnpasta

Die Zahnpastenverpackungen und die Zahnpastawerbung versprechen uns das Blaue vom Himmel herunter.
Da heißt es, egal welche Zahnpastawerbung wir sehen:
Kariesschutz und Parodontoseschutz; stärkt und schützt das Zahnfleisch; diese Zahnpasta schützt vor Parodontitis; Rundumschutz für kräftiges Zahnfleisch und feste Zähne; schützt wirksam vor Karies; wirksamer Kariesschutz.
"Wissenschaftliche Tests haben erwiesen, dass diese Zahnpasta Karies verhindert"

Also, die Zahnpasta schützt wirksam vor Karies, aber 98% der Menschen haben Karies.
Das ist komisch. Wie geht das?
Und wenn das ein wirksamer Kariesschutz ist, was ist dann ein unwirksamer?

Diese Zahnpasta ist mit Vitamin A. Vitamin A schützt vor Zahnfleischentzündungen.
Bei einem Großteil der Bevölkerung beginnt sich ab Anfang 30 das Zahnfleisch entzündlich zurückzubilden und die schreiben allen Ernstes auf ihre Verpackungen: "Schützt vor Parodontose."

Red Bull wirbt damit, dass es Flügel verleiht, aber jeder weiß natürlich, dass Menschen nicht fliegen können, auch wenn sie Red Bull trinken. Ist das bei den Zahnpasten ähnlich? Die Zahnpastahersteller werben damit, dass ihre Zahnpasten Karies und Parodontose vorbeugen und verhindern, aber jeder weiß, dass sie es nicht machen? Ist das so eine Art stille Übereinkunft, bei der ich übergangen wurde? Gibt es hier eine geheime Verabredung zwischen allen Menschen, in die ich nicht eingeweiht wurde? Warum nicht?

Ich überlege gerade, ein Krebsmittel auf den Markt bringen, das gar keinen Krebs verhindert. Ich würde dann darauf schreiben, schützt wirksam vor Krebs. Der Markt ist riesig.
Ich könnte mir auch ein Aidsmittel vorstellen, ich sehe auch da einen enormen Bedarf. Mehr versagen als die Aidsmittel, die im Moment auf dem Markt sind, kann meins auch nicht.
Aber ich glaube, das geht nicht, weil ich nicht wissenschaftlich genug bin.
Man darf ruhig Mittel auf den Markt bringen, die versagen, aber man muss immer nach dem neusten Stand der Wissenschaft versagen, sonst ist man ein Scharlatan und wird eingesperrt.

Wenn ich meine Zähne ein- oder zweimal täglich mit den genannten Produkten putze, wie es die meisten Menschen tun, dann gehe ich davon aus, dass ich einen ausreichenden Parodontose- und Kariesschutz habe. So steht es auf den Zahnpastapackungen.
Aber das ist eben nicht der Fall, wie die Realität zeigt.

Hast du dir schon mal angesehen, wie viele Inhaltsstoffe in der Zahnpasta tatsächlich drin sind und, was die alles können und machen?
Karieshemmung (Fluor), Zahnsteinhemmer (Phosphate), Stoffe zur Förderung der Zellneubildung, Stoffe für eine antientzündliche Wirkung, Gewebestraffer, Plaquehemmer (Chlorhexidin).
Wenn nur die Hälfte von dem stimmen würde, was sie da schreiben, dann dürfte man schon keinen Karies mehr bekommen, wenn man die Zahnpastatube nur anguckt.

Neulich sah ich eine Sensodyne Werbung im Fernsehen:
"Speisen sind gefährlich für die Zähne, darum muss man Sensodyne nehmen.".

Ich hatte immer schon vermutet, dass Essen hochgefährlich ist für den natürlichen Menschen. Aber zum Glück gibt es jetzt ja Sensodyne. Vier Milliarden Jahre lang musste die Evolution warten, bis Sensodyne das Essen endlich ungefährlich machen konnte.
Ein kleiner Schönheitsfehler ist einfach nur, dass es bis vor Kurzem kein bis sehr wenig Karies gab und Karies nun nahezu alle haben. Trotz Sensodyne.

Diese Werbung hatte mich so begeistert und der Hinweis auf ihre Internetpräsenz war so nett, dass ich gar nicht anders konnte, als mir ihre Internet-Seite einmal anzusehen.
Es gibt dort eine Kategorie Expertenmeinungen. Dort kann man Videos von den ganzen Experten und Forschern anschauen, die erzählen, wie toll Sensodyne ist und wie gut sie gegen alles wirkt. Vier Experten kommen dort zu Wort, alle in ihren Laboren. Das schafft einfach Vertrauen.
Und es gibt ganz tolle Fachwörter auf der Seite, da weiß man gleich, dass sie Ahnung von dem haben müssen, über was sie dort reden:

"Thermische oder taktile Reizungen der Pulpa verursachen eine Störung des Innen-Gleichgewichts. Es kommt zum Einströmen von Natrium-Ionen und zum gleichzeitigen Ausströmen von Kalium-Ionen und damit zur Depolarisation der Zellmembran, dies löst den Schmerz aus."

Tja, nun weißt du, warum du Sensodyne brauchst.

1. Inhaltsstoffe bei Zahnpasten - Zuckeraustauschstoffe

Ich hatte immer darauf vertraut, dass das, was in den Zahnpasten drin ist, schon seinen Sinn hat und dazu dient, die Zähne gesund zu erhalten. Dieses wohlmeinende, jugendliche aber letztlich doch naive Vertrauen von mir in die Zahnpastaforschung wurde 1990 erschüttert, als mir das Buch von Barbara Wendt "Gesund im Mund" in die Hände fiel.

Sehen wir uns doch mal einige Inhaltsstoffe der Zahnpasten an. Als Erstes sind da die Zuckeraustauschstoffe und Zuckerersatzstoffe wie Sorbit, Mannit, Xylit, Saccharin, Aspartam usw. zu nennen. Laut dem Buch von Barbara Wendt (S: 209) ist nicht einmal völlig gesichert, dass diese Stoffe nicht selbst karieserregend sind. Sie werden der Zahnpasta nur beigemischt, um einen besseren Geschmack zu erreichen. So wie früher in die Babybreie Zucker gemischt wurde, damit es den Babys besser schmeckt und das Zeug mehr gekauft wird.

Auch Federspiel und Kirchhoff berichten davon, dass Sorbit Karies erzeugen kann:

"Inzwischen haben Zahnmediziner der Universität Hamburg herausgefunden, dass der Zuckeraustauschstoff Sorbit bei längerer Anwendung ebenfalls kariogen wirken kann."
(Federspiel und Kirchhoff, S:136)

Tja, das war vor 15 Jahren und jetzt guck mal auf deine Zahnpastatube, was da drin ist.

Was Zuckeraustauschstoffe generell tun, ist, den Säurewert in den Zahnbelägen zu senken.
Letztlich ist also keineswegs gesichert, denn ein niedriger Säurewert ist schlecht für die Zähne, dass Zuckeraustauschstoffe keinen schädigenden Einfluss auf die Zähne haben und das ist der Punkt.
Im Gegenteil, wenn die Zahnpastahersteller damit werben würden, dass jeder Karies bekommt, der ihre Zahnpasta benutzt, so hätten sie in 98% der Fälle Recht.
Sie werben aber mit dem Umgekehrten und das sollte uns Sorgen machen.

Da mir der Geschmack meiner Zahnpasta ziemlich egal ist und ich nur möchte, dass meine Zähne kariesfrei bleiben, ist es für mich kaum zu akzeptieren, dass unnötigerweise Stoffe in meiner Zahnpasta verwendet werden, die selbst karieserregend sein können.

2. Inhaltsstoffe bei Zahnpasten - Tenside (Schaum-stoffe)

"Schaumstoffe (Detergentien und Seifen) weichen zudem das Gefüge der Schleimhäute auf und machen sie entzündungsbereit."
(Lauffer, S:17)

"Auch soll die Zahnpasta keine schäumenden Zusätze enthalten. Diese beschleunigen zwar im Augenblick die Reinigung, führen aber zu einer Auflockerung des Zahnfleischs und einer Erhöhung der Durchlässigkeit der kleinen Blutkapillaren im Zahnfleisch und sind so oft einer der Ursachen des Zahnfleischblutens." (Schnitzer, S:92)

Schaumstoffe haben viel mit Marketing und Effekten zu tun, aber wenig mit Wirkung.

Auf den Zahnpasten steht drauf, sie verhindern Karies, aber sie enthalten Zuckerersatzstoffe. Auf den Zahnpasten steht drauf, sie verhindern Entzündungen des Zahnfleischs, aber sie machen die Schleimhäute entzündungsbereit.

Ich meine, was ich hier erzähle, da muss schon ein bisschen suchen, um das zu finden.
Aber das Problem, woraus die anderen Probleme resultieren, ist, dass selbst wenn etwas offensichtlich ist und sich nahezu alle einig sind, keine Notwendigkeit gesehen wird, zu reagieren. Öko-Test schreibt:

Die Bundeszahnärztekammer hat nur in ihrem Sinne argumentiert und ganz bewusst unter den Tisch fallen lassen, dass in den meisten Zahncremes ein Stoff ist, der das Zahnfleisch reizt und der sogar Karies fördert. Das ist Laurylsulfat, eine Substanz, die macht, dass unsere Zahncremes schäumen. Die ist so aggressiv, dass sie wie eine Säure wirkt und deshalb unseren Zahnschmelz angreift. Dieses Laurylsulfat wirkt also den Bemühungen des Fluors wieder entgegen. Kann aber durch mildere Schaummacher ersetzt werden.
Die Hersteller setzten immer noch in 18 der untersuchten Zahncremes das aggressive Tensid ein.
(http://www.swr.de/swr1/rp/tipps/gesundheit/2003/07/28/)

3. Inhaltsstoffe bei Zahnpasten - Konservierungsstoffe, bakterielle Mittel

Viele Zahnpasten enthalten auch bakterielle oder antibakterielle Zusätze. Diese bakteriellen Mittel gibt es nicht nur in Zahnpasten, sondern sie werden auch extra in Mundspüllösungen oder Gelen angeboten.

Das Ganze ist jedoch nicht ganz so unproblematisch, denn es ist ja kein Geheimnis unter uns Pfarrerstöchtern: Wenn man anfängt, im Körper "böse" Bakterien mit antibakteriellen Mitteln zu bekämpfen, dann passieren mehrere Dinge:

(1) Da eine Vielzahl von Bakterien getötet werden, breiten sich danach die resistenten Bakterien ungehindert aus. Damit hat man auf einmal eine resistente Bakterienart in einer Menge, wie es nicht mehr natürlich ist.

(2) Weitere Bakterien bilden Resistenzen.

(3) Es werden auch viele "gute" Bakterien getötet. Die antibakteriellen Mittel wirken nicht nur gegen die Bakterien, die laut der aktuellen medizinischen Ansicht als schlecht gelten, sondern gegen viele. Und die "guten" Bakterien fehlen dann auf einmal, genauso wie die "schlechten", deren Aufgabe man möglicherweise noch nicht völlig durchschaut hat.

Im Ergebnis wird das Bakteriengleichgewicht der Mundflora im großen Stil durcheinander gebracht

Ich meine, natürlich, wenn du eine Schussverletzung hast oder, wenn du 2 Jahre in der Dritten Welt an der Hungergrenze gelebt hast und dann eine lebensbedrohliche Krankheit bekommst, ist es sicher möglich, dass eine drastische Antibiotikagabe dir das Leben retten kann. Aber diese Situation haben wir nun ja nicht beim Zähneputzen.

In unserer Mundhöhle leben ca. 50 Milliarden Bakterien, die ungefähr 300 verschiedenen Bakterienarten angehören. Sie ernähren sich vor allem von Zucker und Speiseresten. Sie machen sich also nach einer Mahlzeit über die Reste her und verarbeiten diese.
In einem normalen Mund befindet sich alles in einem Gleichgewicht.

Natürlich heißt es auf den antibakteriellen Mitteln, sie wirken nur gegen die im Mund vorkommenden "schädlichen" Bakterien. Natürlich nicht gegen die "guten".
Aber zum einen kann keiner Mittel so zusammenbrauchen, dass sie nur die einen Bakterien vernichten und die anderen in Ruhe lassen und zum anderen weiß man auch nicht wirklich sicher, wer ein Freund oder Feind ist oder gar wie so einige hundert Milliarden Bakterien im Zusammenspiel wirken und was genau die Auswirkungen sind, wenn man ein paar Milliarden davon niedermacht.

Beispielsweise geht der Wirkstoff Chlorhexidin gegen die Streptococcus Mutans Bakterie vor, die den ersten Schritt zur Karies darstellt, indem sie den Zahnschmelz entkalkt. Allerdings haben alle Menschen diese Bakterie, auch die, die keinen Karies haben.

"Zurückhaltung ist immer dann geboten, wenn eine Paste mit bakterizider oder antibakterieller Wirkung angedient wird. Keines der darin verwendeten Mittel legt ausschließlich krank machende Keime lahm, stets wird das natürliche Gleichgewicht der zwei bis dreihundert im Mund vorkommenden Bakterien ganz erheblich gestört. Chlorhexidin, Bromchlorophen und Formaldehyd gehören zu den Substanzen, die sowohl konservieren als auch Bakterien hemmen sollen." (Wendt, S:241)

Ich erinnere mich dunkel daran, irgendwo gelesen zu haben, dass, wenn man sich mit einer handelsüblichen Zahnpasta die Zähne putzt und danach in eine Regentonne spuckt, alle Kleinstlebewesen in der gesamten Regentonne getötet werden.
Soviel also dazu, was für positive Auswirkungen so eine Zahnpasta wohl auf das Gleichgewicht der Bakterien im Mund hat.

"Bei den herkömmlichen Methoden werden wahllos alle Bakterien der Mundflora - gute wie schlechte - getötet. Es ist wie bei einer Wiese, auf der Unkraut (Löwenzahn) wachse: "Wenn Sie dort alles mit einem Herbizid töten, wird das Unkraut (Löwenzahn) als Erstes wieder auftauchen [...]" sagt Wenyuan Shi von der Universität Kalifornien." (Düsseldorfer Express, "Superwaffe gegen Karies", 24.10.2006)

Tja, auf einmal sagen sie das. Haben sie dir das gesagt, als sie dir früher ihren antibakteriellen Scheiß verkauft haben?
Wenyuan Shi und seine Gruppe haben jetzt natürlich auch ein Verfahren entwickelt, bei dem das nicht so ist, aber das soll hier jetzt nicht das Thema sein.
Genauso wenig wie die Erörterung, ob Löwenzahn tatsächlich schlecht ist oder, dass man als medizinischer Forscher generell sagen muss, dass vor einem alles Versager waren und es kein Wunder ist, dass es nicht funktioniert hat, man selber aber nun ein Mittel hat, welches alles besser machen wird.

4. Zahnpasten - Mundinfektionen und Mundgeruch

Da wird gegurgelt, gelutscht, gespült, gereinigt und desinfiziert, bis die empfindliche Mikroflora jeglichen Schutzes beraubt ist und sich krank machende Erreger in aller Ruhe und ohne Widerstand breitmachen können. Bakterien, Viren und Pilze haben freie Bahn und werden dann mit Antibiotika und Antimykotika bekämpft. Solche hochwirksamen Medikamente rotten dann erneut nicht nur die Krankheitserreger aus, sondern verhindern die Entstehung eines neuen biologischen Gleichgewichts. (Wendt, S:102)

Ein gestörtes Gleichgewicht der Mikroflora im Mund ist auch für die Soor-Mykose, eine Pilzerkrankung, verantwortlich. Candida albicans ist ein Hefepilz, der sich auch in der gesunden Mundflora findet, jetzt aber überhand nimmt. Ist das natürliche Gleichgewicht erst einmal gekippt, können die Pilze ungehindert wachsen. Weißlicher, fest haftender Belag breitet sich auf der Mundschleimhaut und der Zunge aus. (Wendt; S:104)

Jedes Spray oder Mundwasser, das angeblich desinfiziert, bringt in erster Linie die Mikroflora durcheinander, kann aber nicht die Ursache, etwa von Mundgeruch, beseitigen. Bestimmte Chemikalien in Zahnpasten oder Gurgelpräparaten stören die natürlichen Prozesse im Mund. Noch Schlimmeres bewirken Antibiotika oder Cortisone, die durch andere Medikamente in den Körper gelangen. Sie töten zwar auch krank machende Keime ab, doch entsteht damit ein Ungleichgewicht, in welchem bis dahin harmlose Bakterienarten gefährlich werden können, indem sie sich im Übermaß vermehren. (Wendt, S:15)

Es ist geradezu toll, dass desinfizierende Zahnpasten gegen Mundgeruch angeboten werden, die viele nehmen, weil sie fürchten, Mundgeruch zu haben; ist dann die physiologische Bakterienflora abgetötet und haben sich fäulniserregende Bakterien angesiedelt, so stinkt es tatsächlich und wer keine andere Abhilfe kennt, ist für dauernd an eine solche desinfizierende Zahnpasta gekettet. (Schnitzer, S:54)

Die im Mund verwendeten Chemikalien oder gar bakteriellen Lösungen stören das Gleichgewicht der Mundflora, die wieder einige Zeit braucht, um sich zu regenerieren und da werden dann die Zähne schon wieder geputzt.

5. Vernünftige Zahnpasten

Zähneputzen ist keine Tätigkeit, die mir sonderlich Spaß macht, sie ist lästig. Und wenn dann noch, völlig unnötigerweise, Zeug in meine Zahnpasta reingemischt wird, welches meine Bemühungen wieder aufhebt, dann macht mich das sauer.
Wenn ich schon jeden Abend 2 Minuten meiner Zeit ins Zähneputzen investiere, dann will ich wenigstens sicher sein, dass das, was ich dort tue, dann auch so effektiv wie möglich ist und nicht unter Umständen gar kontraproduktiv.

Aus diesem Grund putze ich meine Zähne nur noch in Ausnahmefällen mit den handelsüblichen Zahnpasten und greife auf Zahnpasten zurück, die mit überschaubaren oder zumindest offensichtlich harmlosen Inhaltsstoffen auskommen.
Die Empfehlung von Barbara Wendt war: Je weniger Pasta verwendet wird, desto besser. Je weniger sie schäumt und je weniger süß sie schmeckt, desto besser.

Die ganze Chemie in der Zahnpasta ist, wie gesehen, unnütz bis kontraproduktiv.
Der Stoff, der in einer Zahnpasta Sinn macht, ist der sogenannte Putzkörper, der für die Putzwirkung entscheidend ist und die Nahrungsreste über Nacht entfernt.
Herkömmliche Zahnpasten bestehen etwa zu 20-40% aus diesem Putzkörper (Kreide, Kalziumkarbonat, Natriumphosphat, Kieselsäure etc.)
Es gibt zum Beispiel eine Zahnpasta von Weleda, die auf Tenside, Zuckeraustauschstoffe, Fluoride und sonstige überflüssige Stoffe verzichtet. Sie ist in den meisten Drogerien und Apotheken erhältlich. Wobei natürlich jede Zahnpasta geeignet ist, die auf die oben aufgeführten Inhaltsstoffe verzichtet.

Aber, um das auch klar zu sagen, eine Zahnpasta ist nicht zwingend notwendig. Wichtig ist, dass die Zähne abends vor dem ins Bett gehen, einmal geputzt worden sind, damit es wenig Essenreste gibt, die über Nacht ihre schädliche Wirkung entfalten können, wenn der Körper die reinigende Speichelproduktion zurückfährt.
Interessanterweise hat Letzteres schon vor 20 Jahren ein Zahnarzt gesagt, zu dem meine Mutter mit mir als Kind gegangen ist. Genauso wie ein Zahnarzt, bei dem ein heutiger Freund von mir gearbeitet hat, gesagt hat, dass Zähneputzen nur sehr entfernt etwas mit Kariesverhinderung zu tun hat.

6. Nürnberg

Diese ganze Zahnpasta Geschichte erinnert mich an eine Begebenheit aus dem Jahr 1989, als ich bei der Bundeswehr in Roth stationiert war. Ich hatte an einem Wochenende in Nürnberg in der Jugendherberge übernachtet und traf dort einen Ostdeutschen in etwa meinem Alter, der die neu offene Grenze nutzte und ebenfalls Nürnberg einen Besuch abstattete.
Irgendwie bekam er abends jedenfalls meine Zahnpasta von blend-a-med in die Hände und hat sich durchgelesen, was die so alles macht und kann und wofür sie gut ist. Als er damit fertig war, sagte er nur, man, da kann dir ja gar nichts mehr passieren mit deinen Zähnen, bei dem, was diese Zahnpasta alles kann.
Ich war damals beeindruckt von soviel Naivität. Wahrscheinlich kam seine Zuversicht daher, dass er Westprodukten und dem, was darauf stand noch bedingungslos vertraute. Das dürfte inzwischen auch anders sein. So lernen wir alle dazu und das ist doch toll.

7. Fazit

Wenn wir sehen, was schon bei der Zahnpflege alles falsch gemacht wird und schädigend wirkt und dann noch die eigentlichen Ursachen für den Zahnverfall hinzu kommen, dann ist es nicht überraschend, dass wir viele kaputte Zähne haben.
Eigentlich ist es eher umgekehrt und es ist erstaunlich, wie viel widrigen Einflüssen unsere Zähne noch einigermaßen gut trotzen können. Und wenn wir da einfach nur ein paar, die Zahngesundheit unterstützende, Faktoren ändern, dann haben die Zähne weitaus größere Regenerationsmöglichkeiten, als ihnen bisher auch nur ansatzweise zugetraut wurde.